16. – 19. September 2026
Am Nachmittag des 16. Septembers starteten wir unsere Reise. Um 17 Uhr erreichten wir den Wohnmobilstellplatz in Hirsau, aber es gab keinen freien Platz. Wir fuhren erst zum Wohnmobilhafen in Bad Liebenzell, aber die Rezeption war bereits um 17 Uhr geschlossen und es gab keinen Hinweis, wie man sich anmelden bzw die 14 € bezahlen sollte. Ein Anruf bei der an der Rezeption angegebenen Nummer führte auf eine Mailbox von der niemand je zurück rief. Wir fuhren dann weiter zu dem kostenlosen Stellplatz in Calw. Immer wieder fuhr der Zug vorbei und viel Verkehr wegen des Sportheims am Ende der Strasse. Der Stellplatz ist keine Werbung für Calw.
17.9. – Am Morgen rief während des Frühstücks das Krankenhaus Calw an und teilte uns mit, dass Karins Mutter in der Notaufnahme liegen würde. Einigermassen überrascht fuhren wir zum Krankenhaus. Dort stellten wir fest, dass es inzwischen ein neues Krankenhaus gibt. Also weiter zum neuen Krankenhaus. Karins Mutter lag immer noch in der Notaufnahme. Es durfte nur ein Angehöiger zu ihr, daher ging Karin rein. Karins Mutter ( 99 Jahre alt) erinnerte sich kaum wann sie eingeliefert worden war und der Arzt teilte uns nur mit, dass sie sehr hohen Blutdruck hätte. Schmerzen im Unterbauch würden mit einer Novalgin-Infusion behandelt. Wir konnten sie nur kurz sehen, dann wurde sie für eine Untersuchung ins KH Nagold verlegt. Während wir auf ihre Rückkehr warteten, beschlossen wir 2 Nächte in Calw zu bleiben, um weitere Besuche machen zu können. Wir hatten Glück und bekamen den letzten freien Platz auf dem Camping Schwarzwaldblick, der nur ein paar hundert Meter vom neuen Krankenhaus entfernt lag. Sie kam erst gegen 17 Uhr zurück ins KH Calw. Abends machten wir nochmals einen Besuch bei ihr.
18.9. – Morgens gingen wir wieder ins Krankenhaus. Karins Mutter ging es jetzt besser und sie konnte mit uns in das Besucherzimmer sitzen. Leider war ihr Kurzzeitgedächtnis immer noch gestört, so dass sich die Gespräche etwas im Kreis bewegten. Vor dem Mittagessen verliesen wir das Krankenzimmer, aßen in der KH-Kantine zu Mittag und holten dann unsere Fahrräder und fuhren hinter dem Krankenhaus auf einem Schotterweg ins Tal hinunter. Wir mußten eine Schnellstrasse überqueren, um den Fahrradweg weiterfahren zu können. Dann ging es auf Waldwegen wieder den Berg ihnauf. Der Weg, den Koomot uns vorschlug, endete leider nach ein paar hundert Metern, da Bäume und Äste den Weg blockierten. Wir fuhren ein Stück zurück und dieses Mal war der Weg befahrbar. Wir überholten eine Pilzsammlerin, die schon ein paar Steinpilze und Pfifferlinge gefunden hatte. Ein Stück weiter hielten wir auch an, um Pilze zu suchen – ohne Erfolg. Der Weg zum Wildgehege von Wimberg führte am Schafott von Calw vorbei. Auf einem Schild stand die Geschichte dieses Orts, der 1800 errichtet wurde. Am 11. Mai 1818 fand die einzige und zugleich letzte Hinrichtung statt, zu der wohl mehr als 20 000 Schaulustige gekommen waren.


Vom Schafott ging es nur noch ein kurzes Stück bis wir am Wildgehege ankamen. Erst stand nur eine Bache in der Nähe des Zauns, die erschreckt das Weite suchte. Wir fuhren um das Gehege herum, kamen am Wölflesbrunnen vorbei, der wohl mal eine Wolfsfalle gewesen war. Jemand hatte mit der Motorsäge 2 kleine Wolfsstatuen gesägt, die dort aufgestellt waren. Dann rannte ein Hase durchs Gehege und an einer Aussichtsplattform besuchte uns eine Bache mit 2 Frischlingen.







Der Rückweg führte am Gimpelstein vorbei, einer mächtige Felsformation, die sich hoch über der Stadt Calw erstreckt und einen Panoramablick über das Nagoldtal und den Stadtteil Heumaden bot.




Zurück ins Zentrum von Calw ging es auf der Landstrasse, von der wir auf die alte Strasse nach Calw abbogen. Wir fuhren am Caféhäusle vorbei durch den Stadtpark hinunter in die oberen Gassen von Calw. Obwohl wir schon seit vielen Jahren regelmäßig nach Calw kamen, hatten ich all diese Orte noch nie gesehen.




Nach Kaffee und Kuchen in der Altstadt fuhren den Berg wieder hoch und direkt zum Krankenhaus, um noch einen kurzen Abendbesuch zu machen.
19.9. – Am Vormittag fuhren wir für einen weiteren Besuch ins Krankenhaus. Wir verabschiedeten uns und begannen unseren Urlaub, der uns irgendwann nach Hamburg führen sollte. Wir begannen mit einer Besichtigung der Stadt Dinkelsbühl, die wir nach 170 km Autobahn erreichten. Wir parkten auf einem Wohnmobilparkplatz 100 m vom Eingang zur Altstadt. Dinkelsbühl soll die schönste Altstadt Deutschlands haben, stand auf einem Schild am Ortseingang. Der ganze Ort war von einer Stadtmauer umgeben. Wir fuhren mit den Rädern durch das Nördlinger Tor und erreichten schnell das Zentrum. Alle Häuser, nicht nur an der Hauptstrasse, waren perfekt gestylt. Bevor wir kreuz und quer durch den Ort fuhren, war eine Stärkung nötig. Ich aß ein fränkisches Schäufele mit Knödeln und Karin einen Knödelteller ( 3 verschiedene Knödel) mit Salat.

















Um 17 Uhr entschieden wir, dass wir direkt ins 280 km entfernte Pilsen in Tschechien fahren. Um 19:30 Uhr kamen wir am „Autocamp Ostende Bolevák“ an, gerade rechtzeitig, denn um 20 Uhr wurde das EIngangstor verschlossen und wir hätten uns bei Nacht einen anderen Stellplatz suchen müssen. An der Rezeption wurde uns gesagt, dass wir uns irgendwo eine Platz suchen sollten. Bei Nacht entschieden wir uns für den erstbesten ebenen Platz und gingen um 22 Uhr schlafen. Für 2 Übernachtungen mit Strom bezahlten wir 1560 CZK (64 €).
