1. – 2. April 2026 – Ostern in Italien
Nach 2 Wochen schlechtem Wetter (sogar Schnee am Morgen) und Temperaturen um den Gefrierpunkt entschieden wir uns über Ostern in den Süden zu fahren. Die Wettervorhersage bis 8. April war vielversprechend, zumindest für Norditalien. Am 1. April, nachmittags um 18 Uhr, fuhren wir los. In Altdorf machten wir Pause für das Abendessen und fuhren dann auf die Autobahn Richtung Gotthard-Tunnel. Schon nach einigen Kilometern – kurz nach Erstfeld – kam der erste Stau, es ging minutenlang keinen Meter vorwärts. Dann plötzlich setzten sich alle in Bewegung, um ein paar hundert Meter weiter wieder einige Minuten zu stehen. So ging es bis Amsteg und plötzlich löste sich der Stau auf. Es gab weder Hinweise auf eine Baustelle, noch einen Unfall. Warum war überhaupt ein Stau ? Inzwischen war es fast 22 Uhr und der nächste Stau liess nicht lange auf sich warten. Zu allem Überfluss stand auf einem Schild über der Autobahn, dass der Tunnel zwischen 23 und 1 Uhr gesperrt wäre. Um 23 Uhr waren wir immer noch 2 km vom Tunneleingang entfernt. Aber das Schild, das die Sperrung des Tunnels ankündigte, war wohl vergessen worden, denn der Verkehr ging einfach weiter. Um 23:40 Uhr waren wir dann endlich durch den Tunnel durch und fuhren auf den nächsten Rastplatz, um dort zu schlafen.
Morgens um 8:30 Uhr wachten wir immer noch müde auf, weil unser Nachbar es nicht schaffte seinen Wohnwagen aus der Parklücke zu lotsen. Ein Helfer schrie ständig no, no, dann wieder yes, yes usw. Der Blick aus dem Fenster zeigte ein grandioses Panorama von schneebedeckten Bergen bei blauem Himmel und Sonne pur.

Im Bus war es empfindlich kalt geworden, obwohl ich die Truma-Gasheizung vor dem Schlafengehen auf 15 °C eingeschaltet hatte. Ein Fehler E 517 H war auf dem Display der Heizungssteuerung. Alle Versuche, den Fehler zu beseitigen, scheiterten und wir wollten auf dem Rastplatz auch nicht die Fahrräder abnehmen, um an den Schrank mit den Gasflaschen zu kommen. Also warfen wir den kleinen Elektro-Heizlüfter an, um annehmbare Temperaturen in Businneren zu erzeugen. Nach dem Frühstück ging es zurück auf die Autobahn. Ein WoMo, das unserem Bus sehr ähnlich aber auf Renault-Basis war, überholte uns. Wir fuhren auf Nebenstrasse durch Lugano und landten auf der Strasse Richtung Gandria, die am Ufer des Luganer Sees entlang führt. In Gandria überquerten wir die Grenze nach Italien und fuhren zum Camping Darna bei Porlezza. Der Camping liegt direkt am Seeufer, aber es gab keinen Platz in der ersten Reihe. So wählten wir den Platz 99 in der 3. Reihe, vielleicht 20 m vom Ufer entfernt.






Nach dem Auspacken reparierte ich die Heizung – man musste die Knöpfe an den Abstellhähnen drücken, damit wieder Gas fliessen konnte – fuhren dann mit dem Fahrrad in den Ort, tranken eine Kaffee am Seeufer und gingen dann im Carrefour im Ort einkaufen. Zurück am Camping stellten wir fest, dass es richtig heiss war. Die Sonne setzte uns bereits zu, als plötzlich ein kühler Wind aufkam und uns zwang die Markise einzuholen.





Nach einem kleinen Spaziergang am Seeufer aßen wir unser von zuhause mitgebrachtes Mittagessen und als Nachtisch die köstlichen italienischen Käse, die wir gerade gekauft hatten. Als die Sonne hinter den Bergen verschwand, wurde es schnell so kühl, dass wir es vorzogen uns in den Bus zurückzuziehen.
