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24. August 2008 – Tauchen

Im Resort arbeitete ein junger Deutscher als Tauchlehrer, der uns den ersten Tauchtag führte. Erst tauchten wir am Spot Lekuan II und nachmittags am Tauchplatz Mandolin. Vor dem zweiten Tauchgang am Nachmittag fragte ich unseren deutschen Guide, ob er mir seinen kleinen Karabinerhaken ausleihen könnte. Ich wollte die Mittagpause nutzen, etwas herumschnorcheln und meinen Metallstick mittels des Karabiners fixieren, damit er nicht verloren geht. Er gab ihn mir. Ich wusste nicht wie und wann, aber leider verlor ich den kleinen Karabiner. Als ich unserem Guide beichtete, dass der Karabiner weg ist, flippte der völlig aus. Beschimpft mich und schmollte wie ein kleines Kind. Ich versprach ihm einen neuen Karabiner zu schicken. Von da an war die Kommunikation mit ihm schwierig und wir gingen nun mit einem indonesischen Guide tauchen.

Am späten Nachmittag kam auch die deutsche Familie vom Tauchen zurück und erzählte, dass ihre Tochter, die nur ein paar Tauchgänge hatte, beinahe ums Leben gekommen wäre. Sie tauchte mit einem jungen indonesischen Guide und kam plötzlich an der Steilwand in eine Abwärtsströmung. Innerhalb von wenigen Augenblicken wurde sie auf über 40 m Tiefe hinabgesaugt und konnte mangels Erfahrung überhaupt nicht reagieren. Der Guide war auch in Panik und nur die schnelle Hilfe eines italienischen Tauchers, der hinterher tauchte und das Mädchen hochholte, rettete sie.

Wir hörten zum ersten Mal, dass solche Abwärtsströmungen existieren und erkundigten uns sofort, wie man sich in einer solchen Situation richtig verhält. Das Problem war wohl, dass das Mädchen hinter dem Guide etwas weiter weg von der Steilwand tauchte. So konnte sie sich nicht festhalten und die Strömung war so stark, dass der Auftrieb ihres Jackets nicht ausreichte, um gegen die Strömung wirksam zu sein. Ihr Guide war am Boden zerstört.

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