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23. August 2008 – Tauchen rund um Bunaken

Am Morgen nahmen wir ein Taxi, das uns zum Hafen in Manado brachte. Dort erwartete uns Ferdinandi Nuij, mit dem ich im Vorfeld etliche Emails gewechselt hatte und der unseren Aufenthalt auf Bunaken organisiert hatte. Auf Ferdinand wurde ich aufmerksam über eine Webseite von Klaus (www.bunaken-klaus.com). Im Hafen wartete bereits ein kleines Boot auf uns und brachte uns nach Bunaken. Wir hatten in Daniel’s Homestay eine Woche Tauchen gebucht. Die Insel Bunaken liegt 3 km vom Festland entfernt, die Überfahrt dauerte ca 45 Minuten, das Meer zwischen Festland und Bunaken ist mehr als 1800 m tief. Zum Glück war das Wetter sehr gut und wir hatten eine problemlose Überfahrt mit schönem Blick auf das Festland mit seinen Vulkanen. Wir bezogen einen Bungalow mit Aussendusche aber ohne Air Condition.

Nach kurzem Auspacken wollten wir nur noch ins Wasser und schnorchelten bestimmt 2 Stunden lang im schön warmen Wasser. Wenn man über das Riff hinausschwamm, blickte man in das unendliche Tiefblau des Grabens vor Bunaken. Mir wurde bei dem Gedanken, dass jederzeit ein Hai aus der Tiefe angreifen könnte, echt schwummrig. Karin hingegen genoss diese Situation und schwamm immer weiter hinaus. Sie liess sich nur mit Mühe überreden zurück ans ungefährliche Ufer zu schwimmen.

Im seichten Wasser entdeckte ich eine schwarz-weiss gebänderte Schlange, die ständig die Richtung wechselte. Wir verfolgten sie einige Zeit und merkten, dass es sich um einen Ringelschlangen-Aal handelte, der fast genauso aussieht wie hochgiftigen Seeschlangen. Dieses Mimikri schützt ihn vor Fressfeinden, aber am Kopf erkannten wir den Unterschied. Nach kurzer Zeit bekam der Aal noch Besuch von einem Kumpel.

Es gab einiges zu sehen, ein Oktopus versuchte sich vor uns zu verstecken, eine andere Aalsorte beobachtete uns argwöhnisch, ein Rotfeuerfisch schwamm majestetisch unter uns. Es gab Seesterne, Nacktschnecken und verschiedene Kugelfische. Aus einem Schneckenhaus glotzte uns ein Augenpaar an.

Ausser uns war noch eine deutsche Familie im Resort, deren Tochter gerade erste Taucherfahrungen sammelte und eine jüngeres Pärchen aus Italien. Wir liehen uns am Tauchcenter die Ausrüstungsteile, die wir nicht mitgebracht hatten und verabredeten uns am nächsten Morgen zum ersten Tauchgang.

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