2010-20192017A-JEuropaItalienJahrSizilien

7. – 9. Oktober 2017 – Palermo

Wir fuhren am 7. Oktober nach Genua, um abends die Fähre nach Sizilien zu nehmen. Die Fahrt nach Sizilien dauerte etwas mehr als 20 Stunden. Wir hatten eine Aussenkabine gebucht und legten uns, nachdem wir den Hafen verlassen hatten, aufs Ohr. Nach der Ankunft am Nachmittag des 8. Oktober fuhren wir direkt zum vorgebuchten Hotel, das an der Uferstrasse lag. Nach kurzem Aufenthalt gingen wir zu Fuß ins Zentrum, um ein Restaurant für das Abendessen zu suchen. Ich bestellte „Nudeln mit Sardellen“ – Pasta mit Sardinen, Sardellen, Zwiebeln, wildem Fenchel, Safran, Rosinen und Pinienkernen. Das Essen schmeckte sehr gut, aber bereits am Tisch bemerkte ich, dass sich in meinen Innereien etwas bewegte. Wir zahlten rasch, gingen zurück zum Hotel und ich verschwand sofort in der Toilette. Dort verbrachte ich auch die nächste Stunde mit Darmkrämpfen, Durchfall und Erbrechen. So schlimm, dass Ich dachte sterben zu müssten. Zum Glück legten sich die Beschwerden nach einer Stunde. Völlig entkräftet krabbelte ich zum Bett und schlief sofort ein.  

Am nächsten Morgen war ich wieder fit. Wir frühstückten und fuhren direkt zur Kapuzinergruft, den Katakomben von Palermo. Ein merkwürdiger Ort, denn an allen Wänden standen teilweise bekleidete Mumien. Wir erfuhren, dass in diesen Räumlichkeiten etwa 2000 Mumien beerdigt wurden. Die erste Mumie wurde 1599 in diese Gemächer gebracht und die letzte Mumie war die zweijährige Rosalia Lombardo, die 1920 an der spanischen Grippe starb. Der Einbalsamierer Alfredo Salafia schuf sein Meisterwerk indem er das Blut des Mädchens gegen eine Mischung aus Glyzerin, Formalin und Alkohollösung mit Salicylsäure tauschte. Der Körper und dessen Haut ist noch weitgehend erhalten. Anfangs wurden die Körper durch Trocknung im Trockenraum mumifiziert. Sie wurden auf Tuffsteine gelegt, die die entstandenen Flüssigkeiten aufsaugten.

Nach diesem makabren Ort fuhren wir die Serpentinen hoch nach Monreale und besichtigten die Kathedrale von Monreale, ein Normannenbau aus dem 12. Jahrhundert. Auf dem Platz vor der Kirche war gerade ein Oldtimer-Treffen. Wir bestaunten die Autos und genehmigten uns Kaffee und für jeden ein Stück Kuchen.

Von Monreale hatte man eine sehr schöne Aussicht auf die Stadt und die Bucht von Palermo.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.