2016AsienSriLanka

Fahrt nach Negombo

Heute ist die rückfahrt nach negombo angesagt, 250 km, christi meint dreieinhalb stunden. Wir wollen um neun starten, christy kommt um halb zehn, das ist ziemlich ungewöhnlich für ihn, er ist immer überpünktlich. Ich steige ein und stelle fest, dass das sitzpolster ganz nass ist. Komisch. Nachher erklärt  er mir, dass die autotüre beim waschen nicht ganz zu war und er bemerkte es nicht. Nicht schlimm, sitz ich halt auf die andere seite. Er entschuldigt sich wieder mit tausend “ oh so sorry“ und dann erzählt er, dass er neben seinem fahrerquartier wohl eine kobra zischeln und rumoren gehört hat. Anscheinend war sie auf rattenjagd oder hat im müll gewühlt. Er erzählt, dass Kobras unterschiedliche Zischlaute von sich geben, mit den sie ankündigen – „ich beisse“ oder „ich bin auf jagd“. In seiner verzweiflung hat er seiner frau angerufen (vielleicht ist sie die schlangenexpertin) und sie meinte, er solle im auto schlafen, aber er hat sich nicht rausgetraut und so verbrachte er eine ziemlich unruhige und kurze nacht. Tja, wir können ihm leider nicht helfen, aber nach zwei stunden machen wir einen kurzen pinkelhalt und er kann einen kaffee trinken. Die fahrt zieht sich dahin, viel verkehr und viel polizei unterwegs und prompt werden wir angehalten. Der polizist will die papiere sehen und Christy findet erst die fahrzeugpapiere nicht. Dann meckert der polizist, weil er seinen versicherungsnachweis nicht gut sichtbar an die windschutzscheibe geklebt hat und knöpft ihm 500 rupien, natürlich ohne quittung ab. Wahrscheinlich wandern die sofort nach unserer abfahrt in seine tasche. Also ist die polizei hier korrupt. Wären wir nicht im auto gesessen, hätte es noch viel übler ausgehen können. Gegen halb vier kommen wir endlich in Negombo an und stecken sogleich in einem totalen stau fest. Es gibt einen drachenwettbewerb und ALLE, wirklich alle fahren an den strand. Für etwa 3 km brauchen wir eine volle stunde, das verkehrsverhalten geht schon in richtung sumatra/medan, immer wieder dreht einer durch und fährt einfach an der schlange vorbei um fünf autos weiter vorne wieder rein zudrängeln. Christy ist auch ziemlich fertig, nicht geschlafen, so lange gefahren und immer wieder ruft seine frau an und fragt, wann er denn endlich kommt, sie warten auf ihn am strand. Er wird froh sein, dass er heute nacht ohne schlange zu hause schlafen kann, bevor es morgen nochmal weiter nach Galle geht.

Das hotel „Camelot Beach Hotel“ ist…naja…ok. Ziemlich riesig, zimmer klein und reichlich alt, aber drei pools. Wir gehen gleich runter und trinken ein ginger beer und beobachten das muntere treiben am himmel.

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Hunderte drachen flattern nebeneinander, ab und zu verheddern sie sich ineinander oder in einer palme, der strand ist voller leute, es gibt sogar drachen mit licht!! Viele Leute baden trotz der recht starken Brandung. Eine runde im kalten pool, ja wirklich, wir frieren! Es windet, am himmel sieht es aus, als ob gleich der monsun einsetzen will und so muss ich schnatternd unter die HEISSE!! Dusche. Das hatten wir auch noch nie, seit wir hier sind.

Ach ja, in fast jedem Hotel, in dem wir gewohnt haben, fand eine Hochzeitsfeier statt und es wurden Hochzeitsfotos von professionellen Fotografen gemacht. Heute hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit eine Braut während des Shootings zu fotografieren.

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Christy und seine Familie kommen zu Besuch ins Hotel. Wir laden sie zu einem Drink ein und unterhalten uns über Schule, Leben in Deutschland, exotische Früchte, die in Deutschland wachsen, und was man halt so anspricht, wenn man sich zum ersten Mal sieht.

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