Wilpattu National Park
Safari-Zeit – Wir wollten unbedingt in den Nationalpark mit der höchsten Leopardendichte weltweit. Das gibt es nur in Wilpattu, dem größten Nationalpark auf Sri Lanka (74 Tiere auf 1080 Quadratkilometer). Dieser Park war lange Zeit geschlossen (1985-2010), da sich die Rebellen der Tamil Tigers während des Bürgerkriegs darin versteckt hielten. Wir wollten möglichst im Park übernachten, um den Anfahrtsweg kurz zu halten. Nun sind wir ca 5 km ausserhalb des Parks in eine Safarizelt-Camp gelandet (Link zur Webseite von Mahoora Safari Camps). 18 Zelte gibt es, wir bekommen ein großes Zelt, weil wir ja 3 Nächte bleiben. Ein kurzes Briefing was man hier nicht machen sollte, nämlich seine eigenen Duschgels oder Seifen verwenden und nichts Essbares im Zelt aufbewahren. Der feine Geruchssinn der Tiere würde diese anziehen und wir bekämen viele „Gäste“. Wir geben also alles ab und verwenden die Seife, die im Zelt bereit steht. Zum Glück gibt es Strom und 2 Ventilatoren, ohne die wäre es hier kaum auszuhalten. Es hat im die Mittagszeit mehr als 40 °C und man muss einfach auf Safari gehen, denn der Fahrtwind macht die Hitze erträglich. So sieht es in unserer Unterkunft aus. Das wichtigste ist der Ventilator, denn auch nachts sinkt die Temperatur im Zelt nicht unter 30 °C. Es gibt zwar sehr wenige Moskitos, aber man schläft unter dem Netz einfach beruhigter. Rechts das Klo und die Dusche.
Direkt nach der Ankunft gab es erst mal Mittagessen (heisse Suppe, verschiedene Currys mit Reis), dann ging es gleich los. Ein Pickup holt uns ab. Nach etwa 10 Min kommt man zum Eingang des Parks, meldet sich an und kauft Tickets, dann geht es über holperige Laterit-Wege und zum Teil auf tiefen Sandwegen durch den Wald. Ohne Allradantrieb wäre man hier aufgeschmissen. Immer mal wieder kommt man an einen See oder fährt durch den Wald. Sehr häufig stehen Rehe und Hirsche da. Das nächste Bild zeigt, wie es hier so aussieht.
Wenn man, sprich meistens der Fahrer, was gesehen hat, hält man an und hat Zeit alles in Ruhe anzuschauen.




Bei der ersten Safari am Nachmittag von 13.30 bis 18.30 Uhr haben wir unendlich viele Tiere gesehen. Am nächsten Morgen zur 2. Safari, Start um 5.30 Uhr morgens, war es noch ziemlich frisch auf dem Pickup. Wir mussten am Parkeingang sogar noch 10 Minuten warten, weil erst um 6 Uhr geöffnet wird, sind wir das 2. Auto das einfährt. Ich komme mit der Familie, die hinter uns steht ins Gespräch und es stellt sich heraus, dass die Frau für Roche arbeitet und häufiger mal nach Basel kommt. Sie wohnen in Belgien. So klein ist die Welt. Wir dachten am Morgen sieht man mehr oder andere Tiere, aber das war nicht der Fall. Lediglich mehr Damwild war zu sehen. Wir brechen um 11 Uhr ab, da praktisch nichts mehr zu sehen ist. Nachmittags um 14.30 Uhr brechen wir erneut auf, aber es gab während 3 Stunden überhaupt keine Tiere zu sehen. Schon etwas enttäuschend, aber bei der Hitze sind die Tiere natürlich irgendwo im Wald im Schatten. Wir waren schon sicher, keinen Leoparden zu Gesicht zu bekommen. Aber nur 10 Minuten vom Parkausgang entfernt, war dieser Leopard an einer Wasserstelle und fühlt sich durch uns nicht mal belästigt. Ein tolles grosses Tier. Er legte sich hin und schaute sich gemütlich um. Alles nur 10-15 m von uns entfernt, ohne irgendwelche Gitter zwischen ihm und uns. Wegen der späten Stunde waren aber sehr viele Wagen auf dem Rückweg (Park schliesst um 18.30 Uhr), so dass Fotographieren auch wegen des wenigen Lichts nicht einfach war. Aber es sind doch noch ein paar tolle Aufnahmen gelungen.
Liebe Karin und Joachim,
ich wusste gar nicht, dass auf einer so kleinen (?) Insel so viele große Tiere leben. Weiterhin eine tolle Reise! Liebe Grüße von Martin & Isolde
Wow!!
Sieht ja super aus. Wünsche Euch ne tolle Zeit. Mike