08. Mai 2026 – Prespasee & Ohrid
Um 10 Uhr fuhren wir in Ioannina los, kauften noch Brot und Orangenkuchen und gingen direkt auf die Autobahn. Durch ungezählige Tunnel fuhren wir nach Pustec am grossen Prespasee (225 km). Bei Kristallopigi überquerten wir die Grenze zwischen Griechenland und Albanien. Nur ein PKW war vor uns, Pässe prüfen, ging alles sehr schnell. Während der ganzen Fahrt regnete es. Hinter Grevena standen auf der Autobahn immer wieder Schilder, dass man vorsichtig fahren sollte, da Bären die Autobahn überqueren könnten. Das erschien uns angesichts des hohen mit Stacheldraht bewehrten Zauns zwar unwahrscheinlich, aber man weiss ja nie. Die Strasse war bis kurz vor der Grenze gut, die letzten Meter waren jedoch eine Schlaglochpiste.

Kurz nach der albanischen Grenze fingen grosse Obstplantagen an. Apfel-, Birnen-, Kirschen- und Pfirsichbaumplantagen säumten den Weg. An einer Tankstelle verliessen wir die E86 und fuhren auf der SH79 weiter. Es ging erst in Serpentinen den Berg hoch und auf der anderen Seite über ein langes Gefälle wieder abwärts. Von einem Aussichtspunkt sahen wir den See und die kleine Insel Maligrad. Auf dieser Insel gibt es eine Höhlenkirche. Wir zweigten in eine kleine Strasse mit vielen Schlaglöchern ab, fuhren durch das Dorf Pustec zum Ufer des Sees. Dort gab es einen Stellplatz, aber wegen des Dauerregens entschlossen wir uns zum Ohridsee weiterzufahren.










Direkt oberhalb am Parkplatz gab es die kleine Kirche Saint Atanas, die leider geschlossen war. Zuerst wärmten wir unser Mittagessen von vor 2 Tagen auf und aßen im Bus. Mit dem Fernglas konnte man Pelikane und Kormorane in der Mitte des Sees beobachten. Der Regen hörte kurz auf, so dass man die Insel und die Vögel etwas besser sehen konnte. Wir wollten ursprünglich die Kirche besichtigen, aber nicht bei Dauerregen mit dem Boot übersetzen.


Als wir losfuhren bemerkten wir, dass ein Wiedhopf an der Strasse wegflog. Wir hielten an und tatsächlich lief der Vogel am Strassenrand entlang und liess mich recht nahe kommen, bevor er etwas weiter und dann weg flog.


Die Strasse R1307 am Westufer führte uns weg vom See, aber es gab ein paar Stellen, an denen man wieder Sicht auf das Wasser hatte. An einer Stelle beobachteten wir 2 Gruppen von Pelikanen, die zusammen rythmische Bewegungen machten. Sie bildeten einen kleinen Halbkreis und tauchten gleichzeitig ihre Schnäbel und den Kopf unter Wasser während sie vorwärts schwammen. Sie wiederholten diesen Vorgang immer wieder und trieben wohl Fische vor sich zusammen. Es sah aus wie ein Wasserballett. Leider waren sie für vernünftige Fotos zu weit weg, aber im Fernglas war alles gut zu beobachten.




Bei Stenje überquerten wir die Grenze zu Nordmazedonien. Wir mussten aussteigen und an einem Schalter überprüfte ein feundlicher Beamter unsere Pässe und die Autopapiere. Nach ein paar Minuten konnten wir weiterfahren.. Der Regen prasselte auf das Wellblechdach des Grenzübergangs.


Kurz nach Stenje ging eine Strasse über einen Pass (50 km) direkt nach Ohrid, aber wir folgten der Strasse E65 Richtung Resen, die ebenfalls nach Ohrid führte (60 km). Die Dörfer/Städte waren genau wie in Albanien, heruntergekommene aber teilweise bewohnte Häuser standen direkt neben neuen, sehr modernen Häusern. Die Strassen hatten tiefe Schächte, aus denen das Regenwasser hochsprudelte und grosse Pfützen am Strassenrand bildete. Man musste weit links fahren, damit man nicht in diese Löcher hineinfuhr. Als wir am See abbogen, waren wieder überall Obstplantagen zu sehen. In Ohrid fuhren wir direkt zum Camper Stop Divono. Der Regen hörte nicht auf.
