18. – 22. Juni 2021 – Harz, Hamburg, Weser

Am Morgen fuhren auf einer Landstrasse weiter Richtung Nordhausen. Der Ortseingang überraschte uns mit einem Hinweisschild auf ein Tauchcenter. Wo man tauchen kann, kann man auch baden, sagten wir uns und fuhren in die Richtung, die auf dem Schild angezeigt wurde. Leider fanden wir das Tauchzentrum nicht, dafür folgten wir einem anderen Wohnmobil und landeten an einer kleinen Badebucht mit superklarem Wasser. Der Fahrer des WoMos sprach uns auch sofort an, wollte unbedingt auch mal im Schwarzwald Urlaub machen, war aber auf dem Sprung ins Sandsteingebirge bei Dresden. Er gab uns noch eine Tipp, dass wir auf den Campingplatz in Neustadt/Harz gehen könnten, den wir gerne annahmen. Nach kurzer Fahrt landeten wir auf dem Platz, der direkt neben einem einladenden Waldfreibad lag. So verbrachten wir den Nachmittag weitgehend im Freibad und unternahmen am späten Nachmittag noch eine Besichtigung der Burgruine Hohnstein mit nettem Biergarten, den wir auch nutzten. Danach nochmals ins Freibad zur Abkühlung und der Tag war gelaufen.

Am nächsten Tag fuhren wir über Hasselfelde zur Rappbodetalsperre mit seiner Hängebrücke und der einen Kilometer langen Megazipline über die Schlucht. Auf dem Parkplatz dieser Attraktion war ein ziemlicher Menschenauflauf. Jeder der über die Hängebrücke gehen wollte, musste einen negativen Corona-Test vorweisen. Daher gab es sogar ein Testzentrum direkt vor dem Eingang des Ticketverkaufs.  Weiter ging es über Wernigerode, Braunschweig, Gifhorn, Uelzen, Lüneburg nach Hamburg, da wir am Samstag Nachmittag bei Julian eintreffen wollten. Am Stover Strand machten wir kurz Halt, um den Campingplatz und die Gegend anzuschauen, bevor wir bei Geesthacht die Elbe überquerten und – von Süden gesehen – rechts der Elbe nach Eimsbüttel fuhren.

Pünktlich um 16 Uhr erreichten wir die Strasse, in der Julian wohnt. Wir fanden auch sofort einen Parkplatz für unseren Bus, der nur 20 m vom Hauseingang entfernt lag. Am Abend verfolgten wir zusammen das Fussballspiel Deutschland gegen Portugal. Es war nach wie vor sehr heiss, so dass wir bei offenen Fenstern schauten. Als das erste Tor fiel, bemerkten wir, dass Julian’s Fernseher etwa 20 Sekunden Verspätung hatte. Wir konnten nämlich aus der Kneipe im Erdgeschoss den Jubel hören lange bevor das Tor auf Julian’s Fernseher gezeigt wurde. Da viele Tore fielen – das Spiel endete 4:2 für Deutschland – wurden wir immer vorgewarnt, dass gleich etwas passiert. WIr übernachteten im Bus, der leider zwischen 2 Kneipen stand, so dass bis spät in die Nacht Leute sprachen und herumgrölten.

Wir schliefen trotzdem einigermassen gut und brachten zum Frühstück Brötchen mit. Da Lisa und Julian auch am Sonntag online-Präsenzunterricht bei ihrem Studium hatten, unternahmen wir eine Fahrradtour durch Hamburg, verbrachten viel Zeit im Planten & Blomen, einem sehr schönen Park. Fuhren dann quer durch die Stadt zum Hafenviertel, um auf dem Überseeboulvard die OPEN-ART Ausstellung „SURVIVOR“ von Thorsten Milse mit beeindruckenden Naturfotografien anzuschauen. Einige Bilder zeigten Tiere und Szenerien aus Madagaskar, die wir selbst auch schon gesehen hatten. Gegen 16 Uhr waren wir wieder zurück bei Lisa & Julian und unternahmen einen Spaziergang entlang am Isebekkanal. Zurück an der Wohnung bestiegen wir unsere Fahrräder und besuchten ein Restaurant, das afghanisches Essen anbot. Wir sassen auf der Terrasse und genossen die sehr schmackhaften Gerichte.

In der Nacht veränderte sich das Wetter. Es begann zu regnen und wurde ziemlich frisch. Daher konnten wir unser Vorhaben, auf dem Isebekkanal eine Tour mit unserem SUP zu unternehmen, leider nicht durchführen. Wir entschieden uns für das maritime Museum im Hafenviertel und fuhren mit Lisa’s Auto hin. Als Julian per Email erfuhr, dass er für sein Studium schon bald wieder eine Hausarbeit abliefern sollte, und zwar trotz seiner vielen Dienste am UKE, war seine Stimmung irgendwie angespannt. Julian hatte am nächsten Morgen Frühdienst und so fuhren wir am Nachmittag weiter. Wir übernachteten auf einem Wohnmobilstellplatz in Stolzenau, direkt an der Weser. Am nächsten Morgen fuhren wir zum Steinhuder Meer nach Mardorf und übernachteten auf dem Campingplatz, der dem Restaurant Fischerhaus angegliedert war. Nach dem Mittagessen im Fischerhaus starteten wir zu einer Fahrradtour rings um das Steinhuder Meer. Unterwegs gab es viele befestigte Pfade, die ins Moor führten und das Leben im Moor erklärten. An einer Stelle konnte man sogar die fleischfressenden Sonnentau-Pflanzen, die dort wild wachsen, aus der Nähe betrachten. Die Strecke zog sich ziemlich und so kamen wir erst um etwa 19 Uhr zurück zum Bus.

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