18. November 2025 – Gran Tarajal und Las Playitas
Im Reiseführer lasen wir, das Tuineje das Zentrum für die Herstellung von Ziegenkäse ist. Der hiesige Käse würde regelmäßig Preis bei Käseprämierungen in England erhalten. Da die Firma, die den besten Käse produziert auf dem Weg nach Gran Tarajal lag, besuchten wir den Verkaufsraum. Leider gab es genau den Käse nicht, der als besonders gut beschrieben war. Kauften wir halt 2 verpackte Stücke, die die Verkäuferin als besonders gut empfahl. Sie empfahl uns in einem Supermarkt nach dem „semi curado“-Käse Ausschau zu halten.

Gran Tarajal ist die zweitgrößte Stadt auf Fuerteventura – merkte man eigentlich kaum. Die Zufahrt säumte eine Allee aus Palmen und in der Stadt waren viele Häuserfassade mit Graffiti bemalt. Die Gemälde gehen auf eine Verschönerungsaktion im Jahr 2012 zurück.

Die Stadt hatte eine sehr schönen Strand, der wirklich zum Baden einlud. Leider waren die Temperaturen am Morgen noch nicht so hoch, dass wir spontan ins Wasser wollten. Wir machten einen längeren Spaziergang durch die Stadt, gingen noch im Supermarkt einkaufen – semi curado-Käse gefunden und fuhren dann nach Las Playitas, einem kleinen Fischerdorf neben der Stadt.


Las Playitas war ein schön am Hang gelegenes Dorf. Vor dem Dorf wurde jedoch ein Sporthotel gebaut und daher gab es plötzlich einen Radweg, der auch von Joggern genutzt wurde und mehrere grüne Flecken in der ansonsten kargen Felsenlandschaft. Die grünen Flecken war Golfplätze, auf denen auch wirklich einige Personen aktiv waren.


Wir suchten uns im alten Dorf ein Restaurant und aßen eine gute Fischplatte, Espresso und Käsekuchen mit Marmelade-Topping bildeten den Abschluss.

Als wir das Dorf verliessen, fiel uns ein Strassenschild auf, das zu einem Leuchtturm in 6 km Entfenung führte. Wir änderten spontan die Richtung und fuhren eine schmale Strasse hoch, die im letzten Abschnitt so eng war, dass keine 2 Autos aneinander vorbeikamen. Der „Faro de la Entallada“ entpuppte sich als wirklich sehenswertes Gebäude hoch oben auf einem Hügel mit einer gigantischen Aussicht auf das Meer. Allerdings konnte man das nur 100 km entfernte Afrika nicht sehen. Wale und Delfine konnten wir trotz sehr gutem Fernglas auch nicht erkennen.





Wir fuhren danach zurück nach Tuineje, verstauten unsere Einkäufe in der Wohnung und folgten einem Vorschlag unseres Reiseführers, der einen Weg zu den Lavafeldern vorschlug. Auf dem Weg nach Tiscamanita kamen wir wieder an einer Farm vorbei, in der Aloe Vera angebaut wurde. Und mussten wieder den Verkaufsraum besichtigen. Vor der Halle stand ein blühender Köcherbaum.




Dann fuhren wir vor der Bushaltestelle Richtung Osten und folgten dem Weg, der von geteerter Strasse auf ungeteerten Feldweg überging, mehrere Kilometer. Nach der Hochspannungsleitung ging es noch ein Stück, bis wir an einen verlassenen Bau kamen. Direkt dahinter fing das riesige Lavafeld an.








In Tiscamanita gab es auch eine männliche Windmühle, eine Molinos. Diese Art der Windmühle wurde aus Kastillien importiert. Es gibt sie mit 4 oder 6 Flügeln.


