23. September 2022 – Amalfiküste
Ein einfallsloses Frühstücksbüffet eröffnete den Tag. Noch kurz den Engländern hallo gesagt, dann holten wir Lisa und Julian am Camping ab und fuhren zur weltberühmten Amalfiküstenstrasse. Es boten sich wirklich tolle Ausblicke auf des Meer. Allerdings musste man den Verkehr in Kauf nehmen, den solche Touristenattraktionen hervorrufen. Bis kurz vor Positano ging es noch, aber durch Positano wälzte sich eine endlose Karawane von Autos. Die Menschen, die dort leben, können einem echt leid tun – nur Lärm und Auspuffgestank. Zwischen all den PKWs tummeln sich dann noch die Linienbusse und Kleinlastwagen des Lieferverkehrs. Als wir dann mit Blick auf Amalfi im Stau standen, nervte uns das ganze Theater schon ziemlich und wir beschlossen umzudrehen. Nicht ganz einfach bei dem Verkehr und der Strassenbreite. Aber wir fanden schnell eine Einfahrt, in die ich rückwärts reinfahren konnte und dann reichte es zwei Mal einzuschlagen und schon fuhren wir an dem ganzen Stau vorbei. Einen Kilometer zurück ging eine Strasse nach Sorrent ab, der wir folgten. Es ging unendlich in Kurven und Serpentinen den Berg hinauf nach Agerola in 630 m Höhe. In diesen Ort wollten wir ursprünglich erst Morgen fahren, da hier der legendäre Höhenwanderweg „Sentiero degli Dei = Path of the Gods“ beginnt, den wir wandern wollten. Aber heute entschieden wir, dass wir diese Strecke nicht noch einmal fahren wollten – die Götter mögen es verzeihen. An einer Kreuzung kurz vor Agerola ging eine Strasse ab, die auf ein Restaurant hindeutete. Wir fuhren steil bergab und kamen an eine kleine Bar mit 4-5 Tischen am Abgrund, einem überaus freundlichen Wirt und einer komfortablen Toilette. Nach Kaffee und Bier ging es weiter bergauf und unser Plan, wenigstens eine kurze Strecke des Wanderwegs zu gehen, geriet in Vergessenheit angesichts des Bedürfnisses noch an einem Strand zum baden. Es dauerte aber eine weitere Stunde, um zurück auf Meereshöhe zu kommen und in der Bucht von La Lobra (PArkgebühr 2,50 € pro Stunde) parken zu können. Auf dem Weg zum Strand kehrten wir in einer Bar ein und stärkten uns mit Bruschetta und Sandwiches.


















Den Strand in Marina Lobra als solchen zu bezeichnen, ist schon reichlich übertrieben. Es handelte sich um eine Betonplatte, deren spitze Schottersteine nach oben zeigten. Mit Schuhen gut begehbar, aber barfuß eine Qual. Grosse Steine vor der kleinen Bucht hielten die Wellen fern und man konnte gut ins Wasser, musste jedoch auf Felsen achten, die nur eine Schwimmbahn mit Untiefen zuliessen. Das Wasser war super klar und warm. Wir verweilten trotz des ungemütlichen Untergrunds fast 2 Stunden beim Sonnenbaden. Für Morgen würde uns eine Bootstour gefallen, aber ein Schlauchboot kostet 200 € / Tag plus Benzinkosten. Mal sehen, wie das Wetter morgen ist. Vielleicht machen wir die Bootstour doch noch.
Zurück am La Lobra duschten Karin und ich, während Lisa und Julian den Sonnenuntergang von unserem Balkon aus genossen. Wir fuhren dann zum Camping und wollten dort gemeinsam Abendessen, aber es waren keine Besuche erlaubt, wir durften den Camping nicht betreten. So warteten wir bis Lisa und Julian auch fertig waren. Sie schleppten noch die Kiste, die wir mit nach Hause nehmen wollten und unser Bettzeug zum Auto. Wir aßen in der nächstgelegenen Pizzeria. Der Wein, ein MOIO 57 PRIMITIV – CANTINE MOIO, schmeckte uns alle hervorragend und das Essen war sehr gut.