24. September 2022 – La Lobra

Beim Gang zum Frühstück machen wir ein paar Fotos des Gartens von La Lobra. Gleich am Ende der Treppe zum Garten steht eine 2 m hoher Hibiscusstrauch, der Karin jeden Morgen entzückt. Der Garten ist in mehrere Etagen aufgebaut. Unten sind die 3-4 m hohen Orangen- und Zitronenbäume, dazwischen sind Nespole-Bäume gepflanzt, deren Kronen 2 m über die Zitrusbäume hinausragt. Nespole, japanische Wollmispel, sind kleine orangene Früchte, die sehr schnell verderben und daher in Deutschland selten ankommen. Auf gleicher Höhe wie die Kronen der Nespole werden noch Wein und Kiwis angebaut. Die Lese ist gerade im Gang. Die Leute balancieren dazu 4 m über dem Boden auf 2 cm starken Baustahlstäben, die mit “Bindedraht”!! miteinander verbunden sind. Die Trauben sind recht klein, aber süss. Neben normalen Zitronen wird auch die Sorte citrus cedra – Zitronatzitronen – angebaut, die riesige mehr als handgrosse Früchte produziert, die aber erst im Januar erntereif sind. Hinter unserem Appartment fängt der Olivenhain an, die Netze zum Auffangen der abgeschüttelten Oliven liegen bereit. La Lobra hat 1500 Olivenbäume, die von 6 Personen geerntet werden, hörten wir während einer Führung einer Gruppe, die mit Wiking-Wanderreisen unterwegs waren. Sie standen zufällig neben unserem Appartment als die Erklärungen fielen. Die Ernte dauert mit dieser Mannschaft bis Weihnachten. 

Lisa und Julian kamen um 10 Uhr zu uns. Das Wetter sah wechselhaft aus, daher verzichteten wir auf die Bootstour. Stattdessen fuhren wir nach Termini, einem Ort weit oben in den Hügeln mit einem phantastischen Blick auf Capri. Wir stärkten uns dort in einer Bar mit Spaghetti alla Zuchini, einer Pizza und einem Sandwich und fuhren anschliessend Richtung “Spiaccia la Perla”. 

Marina Lobra

Auf der Anhöhe parkten wir das Auto in Nerano auf einem bewachten Parkplatz (10 € / Tag) und wanderten auf einem anfangs ganz annehmbaren ebenen Pfad zur Baia di Leranto, einem Strand, der nur zu Fuß erreichbar ist. Unterwegs immer wieder grandiose Ausblick auf die Amalfiküste. Für mich endete der 40 minütige Fussweg, als mir klar wurde, dass der Rückweg in der vollen Sonne meine Kräfte übersteigen würde. Also ging ich zurück, während Karin, Lisa und Julian weiter den Berg zum Strand hinunter gingen.

Der steile Abstieg zog sich noch etwa 10 Minuten hin bis man 2 Strände sehen konnte. Der Eine entpuppte sich als Betonfläche, am anderen kleinen Kiesstrand tummelten sich Handtuch an Handtuch viele Wanderer. Also nichts wie rein in die Badeklamotten und ins glasklare Meer eintauchen. Welch eine Belohnung für den beschwerlichen Abstieg. Unten gab es keine Netzverbindung, daher konnten wir nicht mit Achim in Kontakt treten. Nach einer guten halben Stunde verliessen wir deshalb schweren Herzens diese Idylle. Die Abkühlung war nach 10 m Aufstieg schon wieder passé. Wir mussten mächtig den Berg hinaufschnaufen. Inzwischen funktionierte auch Whatsapp wieder und erfuhren, wo sich Achim aufhielt.

Ich war froh und einigermassen paletti, als ich wieder im ebenen Teil des Wegs angekommen war. Kurz vor dem Parkplatz beschloss ich zum Spiaccia la Perla hinunter zu gehen und dort etwas zu trinken. Es gab kleine Fusswege hinunter und nach 15 min war ich da. Aber die Strände waren nicht nach meinem Geschmack, man musste sogar Eintritt bezahlen. Daher setzte ich mich in eine Bar, trank einen Campari Soda, etwas Wasser und genoss ein Cornetto-Eis, während ich darauf wartete, mit dem Auto abgeholt zu werden. Das hat irgendwann auch geklappt und wir fuhren zurück zum Bauernhof. Dort reservierten wir uns einen Tisch zum Abendessen im “Il Cantuccio” um 19 Uhr. Lisa und Julian fuhren mit den Rädern kurz zum Camping, um zu duschen und sich umzuziehen. Im Spar neben den Parkplatz fanden wir sogar den Wein, den wir gestern im Restaurant getrunken hatten und kauften gleich 3 Flaschen (12,99 € pro Flasche). Zwei Aperol-Spritz und 2 Limoncello-Spritz eröffneten das Essen, dann gab es erst mit Ricotta gefüllte Zucchiniblüten, die übliche Pizza, Gnocchi alla Sorrentese und für mich einen Fisch des Tages. Lecker, wir blieben 2 Stunden und unterhielten uns gut. Das Lokal füllte sich währenddessen mehrfach.

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