2020AsienPhilippinen

28.01.2020 – Flug nach Cebu

Vor dem Abflug in Zürich
Flugroute Zürich – Singapore
Unterwegs – noch knapp 2 Stunden bis Singapore auf Höhe von Phuket
Da werden Erinnerungen wach an Thailand im Jahr 1990

So, die meiste Zeit ist geschafft, nur noch eineinhalb Stunden Flug bis Singapore, dort haben wir drei Stunden Aufenthalt und dann noch einen weiteren Flug bis nach Cebu City. Die Zeit ging eigentlich schnell vorbei, trotzdem es ein Tagflug war, naja zumindest ein halber, wir sind ja jetzt sieben Stunden voraus, das heisst wir landen um halb sechs morgens, aber eigentlich ist es erst abends bei uns zu hause.

Da ich generell diesmal orientalisch-vegetarisches Essen bestellt habe, bekomm ich immer als Erste und Achim muss mir zuschauen und warten bis er an der Reihe ist 😆. Jetzt bin ich wirklich gespannt, was uns erwartet und freu mich drauf. In Singapore werden wir erstmal unsere warmen Klamotten von uns reissen und verstauen, dort hat es hat 29 Grad 😅. Das grosse Schwitzen kann also beginnen!

Singapore…reges Treiben im Flughafen, viele Passagiere und das gesamte Personal des Flughafens tragen Mundschutz. Hier ist das Coronavirus, das zurzeit in China wütet, schon bissle im Kopf. Wir haben drei Stunden Aufenthalt, schlendern ein wenig durch die Geschäfte, besuchen die Sonnenblumenterrasse und checken dann nach Cebu ein.

Orchideengarten im Changi-Flughafen von Singapore
Der Sonnenblumengarten im Flughafen
Kekse in allen Farben

Die Dame in Zürich hat uns netterweise auch hier Plätze mit mehr Beinfreiheit reserviert und so kriegen wir auch diese dreieinhalb Stunden einigermassen rum. Aber langsam merken wir, dass wir kein Sitzfleisch mehr haben. Egal, inzwischen ist es 2 Uhr nachmittags, die Augen werden schwerer, jetzt ist die Zeitumstellung schon zu spüren. Und wärmer geworden ist es auch…. schlappe 30 Grad zeigt das Thermometer. Wir entledigen uns Teil für Teil unserer Klamotten. Schlauerweise hab ich meine Flipflops im Handgepäck und kann etwas abkühlen. Wir holen unser Gepäck, Achim holt philippinische Pesos aus dem ATM und draussen erwartet uns schon Jay, der uns abholt und zum Resort fährt. Die Schlange vor dem Globe Schalter (örtlicher Telefonprovider), wo wir unsere SIM-Karten kaufen ist lange und Achim schwitzt mächtig. 17 GB – 30 Tage gültig – kosten 1000 Pesos (ca. 18 Euro).

Aber dann gehts zum Auto und da gibts Klimaanlage, wie schön. Die Fahrt zieht sich ewig hin, wie immer in Asien ein unglaublicher Verkehr. Autos, LKWs, Busse, Mopeds, Tricycles (die TukTuks auf den Philippinen), Jeepneys, Fussgänger, alles wild durcheinander und funktioniert doch irgendwie.  Schon allein aus Cebu City rauszukommen dauert fast ne Stunde und es sind mehr als 100 km vom Flughafen bis zum Resort. Die Fahrt geht entlang der Küste, nichts wirklich schönes zu sehen. An der Strasse entlang die typischen kleinen Läden, in denen man alles möglich kaufen kann und ein Wirrwar von Stromleitungen. In einem dieser Ansammlungen von Stromleitungen steht sogar ein Arbeiter in vielleicht 5 m Höhe. Was der da wohl will, die Leitungen sortieren ? Unser Fahrer bekreuzigt sich an jeder grösseren Kirche am Strassenrand. Manchmal denken wir, dass er bei seinem Fahrstil göttlichen Beistand schon manchmal braucht. Nach einiger Zeit zweigt die Strasse ab und wir fahren über Berge, rechts und links Bananenplantagen, blühende Mangobäume und elendsarme Leute, die in Hütten an der Strasse leben. Die Hütten sind schon ganz mit einer Staubschicht bedeckt. Jeder versucht irgendetwas zu verkaufen, um sein überleben zu sichern. Die Schulen schliessen und in jedem Dörfchen kommen viele Schülerinnen und Schüler in schicken Uniformen aus der Schule und laufen entlang der vielbefahrenen Hauptstrassen. In Deutschland würde man die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, hier alles ganz normal. Nicht nur Schüler, sondern auchknapp 3-Jährige und natürlich jede Menge Hunde spielen an dieser Hauptstrasse. Komischerweise sind jedoch viele Hähne und kleine Modehündchen angebunden.

Schüler auf dem Heimweg (aus dem Auto heraus fotographiert)

Kurz vor sechs, Achim ist mehrfach eingeschlafen –  ich habe daher seinen Kopf mit einem Tuch am Sitz festgebunden – sind wir endlich da, Magic Island Resort im Moalboal. Nach Flughafen, Stadt und der ganzen tristen Umgebung an der Strasse ist es sogar für die Augen eine Erholung. Sehr schöne Anlage mit viel grün, Pool, mehrere Sitzplätze, Liegen, Sonnenschirme und das alles direkt am Meer, von dem wir leider nicht mehr viel sehen können, weil es inzwischen dunkel ist.

Wir beziehen unseren Bungalow, der aus Bambus mit Kassetten aus gewobenen Palmblätterstreifen gefertigt ist – schwitzen, schwitzen, schwitzen….Also erstmal raus aus den warmen Kleidern und unter die Dusche. Dann gibts einen kalten frisch pürierten Fruchtsaft Tropicana an der Bar und um 19.30 Uhr Abendessen. Chickenfinger mit Pommes Frites, Pork Stroganoff, Gemüse und Reis. Viel zu viel für uns – wir schlafen am Tisch fast ein. Und natürlich unser übliches Getränk in Asien – Achim trinkt ein Bier „San Miguel“ und Karin ein Radler aus diesem Bier mit Sprite.

Danach nur noch Bett und Augen zu. Aber um halb zwölf wach ich auf und muss erstmal zwei Stunden lesen, bevor ich wieder weiter schlafen kann. Achim war auch immer wieder wach, hat gehustet und geschieft, ist aber auch immer wieder eingeschlafen. Er hat sich ja vor ein paar Tagen eine satte Erkältung angelacht, perfekter Zeitpunkt, vor allem für unser Tauchvorhaben. Na mal sehen, wie sich das entwickelt. Um sechs tuckert hier lautstark ein Boot vorbei, vorbei ists dann auch mit schlafen, aber dösen ist auch ok.

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