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29. November 2025 – Vulkan Calderón de la Arena

Heute morgen las ich im Internet über einen Lavastrom, den Malpaís de la Arena, der ganz in der Nähe lag. Neben diesem recht unzugänglichen Gebiet lag der Vulkan Calderón de la Arena, der diesen Lavastrom vor Tausenden von Jahren verursacht hatte. Wir fuhren nach dem Frühstück hin, parkten das Auto vor dem Tor einer Finca, die am Fuss des Vulkans lag und marschierten los. Nach 200 m begegnete uns ein Deutscher, der gerade herunterkam und uns den Weg beschrieb. Wäre nicht wirklich notwendig gewesen, denn der Pfad war kaum zu verfehlen. 

Auf einem recht breiten geschotterten Weg ging es langsam aber stetig bergauf. Ich erschrak richtig, als unvermittelt am linken Abhang eine junge Frau auftauchte. Sie und ihr Freund kraxelten eine steile Abkürzung hoch und überholten uns bald. Der Weg wurde langsam schmaler und wir stiegen in Serpetinen weiter hoch bis wir am Kraterrand ankamen. 

Am Kraterrand war mehr Platz als am Hondo und man konnte bis auf den höchsten Punkt hochwandern, an dem sich eine kleine Sitzmöglichkeit befand. Natürlich saß dort das junge Pärchen und knutschte. Wir machten Fotos des Kraters und genossen die phänomenale Aussicht.

Am Gipfel

Auf einer Seite war eine harte Kante und es sah so aus, als ob man von dort einfach runterspringen könnte. Von hier oben war die Lavagegend grün eingefärbt. Unser Auto stand übrigens kurz hinter der schwarzen Linie, die in Wirklichkeit eine Mauer war.

Während des Aufstiegs und oben am Gipfel wehte ein recht starker Wind. Nach etwa 10 Minuten begannen wir den Rückweg. Jetzt war Zeit, um die Pflanzen zu betrachten, die trotz der Wüstengegend am Rand des Vulkans wuchsen. Dornige Bücher, an den fast kein Grün war, hatten kleine gelbe Blüten. Es waren Sträucher, von denen man dachte, dass sie abgestorben wären, aber irgendwo war ein neuer grüner Ast mit Blättern und an einigen Ästen waren sogar gelbe Blüten.

Eine grössere Wüstenheuschrecke (Schistocerca gregaria) flog vorbei und landete ideal um Bilder von ihr zu machen. Diese Wanderheuschrecken waren früher, z.B. Dezember 2004, eine grosse Plage auf der Insel. Sie kamen mit dem Wind aus Nordafrika geflogen und frassen mehrfach die Insel kahl. Inzwischen werden sie massiv bekämpft.

Weiter unten waren die stacheligen Büsche grüner und hatten pinke Blüten.

Die Route hoch zum Gipfel des Vulkans de la Arena

Zurück am Auto fuhren wir nach Majanicho und auf dem Feldweg Richtung El Cotillo. 2-3 Strände weiter war der Popcorn-Strand. Alle Parkplätze waren mit Surfern belegt. Im Wasser waren recht grosse Wellen und zahlreiche Surfer. Der Strand war einzigartig, denn an vielen Stellen lag der Popcorn-Sand. Die Popcorn-Flocken sind in Wahrheit versteinerte kalkhaltige Algen, die ans Ufer gespült werden. Hier vermischen sie sich mit Sand und Vulkangestein, sodass dieses einzigartige Naturphänomen entsteht.

Auf der Rückfahrt kehrten wir beim Restaurant Oum in Lajares ein, das libanesische Küche bot.

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