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4. April 2026 – Markt in Porlezza

Morgens wieder ziemlich kalt im Bus und gute Temperatur für das Frühstück in der Sonne. Dann fuhren wir zum Markt in das Dorf. Überall standen geparkte Autos und einige Strassen waren zu Einbahnstrassen umfunktioniert. Mit dem Fahrrad kamen wir aber direkt zu den Marktständen. Auf einem Parkplatz waren nur Käse-, Wurst- und Gemüsestände, in den Strassen ringsum aber vorwiegend Kleider und Tischdecken. Wir kauften 2 Tischdecken mit Zitronenmotiven. An den Gemüseständen kauften wir Tropea-Zwiebeln, die eine Birnenform und rötliche Haut hatten. Karin suchte sich 2 Stück aus, wurde aber nicht bedient, da sie keinen Coupon mit einer Nummer gezogen hatte. Die Kundschaft wurde streng nach der Nummer bedient, gute Sache. Ich stellte mich mit Nummer 81 am Hähnchenstand an, momentan wurde Nummer 50 bedient. Also mussten wir uns einige Zeit gedulden bis wir ein Hähnchen vom Spiess (7 €) bekamen. Aber es war ganz lustig den beiden Verkäufern zuzuschauen und zu sehen, wie sie mit ihrer Kundschaft interagieren. Dabei lernt man auch schnell einige Begriffe auf italienisch. Als sich bei Nummer 74 nicht sofort jemand meldete, spang spontan ein junger Mann ein und nutzte seine Chance früher bedient zu werden. Alle waren etwas verdutzt, keiner reagierte schnell genug. Karin durchforstete währenddessen die Gemüsestände und kam mit einem Puntarella (Vulkanspargel) zurück. Wir hatten letztes Jahr einige Pflänzchen davon im Garten, aber der Frost zerstörte unsere ganze Ernte. 

Dann kauften wir noch schnell Vorräte für die Osterfeiertage beim Carrefour ein und fuhren zurück zu Camping. Das Hähnchen schmeckte mal wieder super. Die etwas bitteren Puntarelle-Blätter wurden kleingeschnitten zum Tomatensalat zugemischt. Die Temperatur hatte inzwischen die 20 °C-Marke deutlich überschritten und wir dösten bei der Wärme schnell etwas ein. Nach einer Stunde Siesta stiegen wir aufs Rad und fuhren ein paar Kilometer zu den Höhlen von Rescia. Einige kleine miteinander verbundene Tuffsteinhöhlen mit grossen Tropfsteinen und am Ende ein 30 m hoher Wasserfall. Gleich am Eingang bemerkten wir einen recht grossen Feuersalamander, der sich im Schein der Taschenlampe schnell wegduckte. Am Ausgang erfuhren wir, dass es einige Salamander in der Höhle gibt. Salamander legen keine Eier, sondern setzen weit entwickelte, kiementragende Larven im Wasser ab. Die Höhle ist ideal für diese Zwecke.

Am Hang vor dem Wasserfall entfalteten Farne gerade ihre Wedeln, immer wieder ein gutes Fotomotiv.

Nach der Besichtigung ging es auf der Uferstrasse bei recht viel Verkehr weiter nach Osteno, einem kleinen Dorf mit einer beschaulichen Uferpromenade, an der viele Leute gerade ihren Nachmittagsdrink verkosteten. Wir kehrten um und nutzen die Gelegenheit für ein Getränk vor dem Bus.

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