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5. April 2026 – Monte Generoso

Heute fuhren wir nach Capolago-Riva, da am dortigen Bahnhof die Zahnradbahn auf den Monte Generoso startet. Wir wählten die Strecke über Osteno, dann permanent bergauf nach San Fedele Intelvi. Die Strasse war recht eng, aber 2 Autos passten gut aneinander vorbei. Allerdings nur dann, wenn kein Fahrradfahrer an der gleichen Stelle den Berg hinaufschnaufte. Zwei sehr eilige Italiener in Sportwagen überholten aber selbst auf dieser Strecke, denn sie mussten ja ihre Autos testen. Oben angekommen ging es recht eben weiter auf der Strada da Valmára bis zur Grenze an die Schweiz. Kurz vor der Grenze begann der engste und steilste Pass, den wir je gesehen haben. In jeder Haarnadelkurve mussten wir das Wohnmobil wieder zurückfahren, da die Kurve nicht reichte und das auf einer sehr steil abfallenden Strecke. Wir waren froh, endlich unten zu sein, als wir in nächsten Dorf an eine Stelle kamen, an der ein Verkehrsschild anzeigte, dass in der Fortsetzung nur 1,8 m Breite und 2,1 m Höhe zur Verfügung stand. Da geht unser Bus nie durch. Kurz vor dem Schild war eine sehr enge Abzweigung nach links, die wir gerade so nehmen konnten. Die Breite war vielleicht 30 cm weiter als unser Bus. Dann kam der lange Abstieg zum Ufer des Luganer Sees, steil und wieder Haarnadelkurven. Wir wollten gar nicht wissen, wie unsere Bremsen diese Abfahrt überstanden haben. Karin war unfähig während der Fahrt Fotos zu machen.

Wir wollten ursprünglich zu Parkplatz Bellavista, aber ein Schild zeigte uns den Weg zu einem Parkplatz, der als Monte Generoso ausgeschildert war. Ich fragte einen Passanten und er sagte uns, dass der Zug in 15 Minuten am Bahnhof abfährt. Der Bahnhof wäre nur 100 m entfernt. Also parkten wir schnell, packten unsere wärmeren Sachen und gingen los. Der Zug startete wenige Minuten später und im Preis der Tickets war ein Mittagessen mit Getränke (kostete nur 3 CHF mehr als das reguläre Bahnticket) in der Bergstation enthalten. Die Berg- und Talfahrt für uns beide und mit 2 Mittagessen kostete dann 114 CHF. Stolzer Preis, im Sommer kostet die Fahrt sogar 144 CHF (ohne Mittagessen). Die Bahn war ziemlich voll besetzt und die Fahrt bis zur Bergstation dauerte etwa 35 Minuten. Am Anfang des Zugs befand sich ein Wagen, mit dem Mountainbikes und Gleitschirme befördert wurden.

Die Bergstation, das „Fiore di Pietra“ („Steinblume“), ist ein recht futuristisches Bauwerk auf 1600 m Höhe, das vom Stararchitekten Mario Botta entworfen wurde, der einige solche Bauwerk in der Region verwirklichen konnte. Von hier hatte man bereits ein fantastisches Panorama. Es gab sogar eine grosse Schaukel auf einem „Grat“. 

Oben lag noch etwas Schnee, aber der Weg zum Gipfel war schneefrei und gut zu begehen. Unterwegs kamen wir an einem Hang vorbei, an dem Gleitschirmflieger starteten. Dann ging es weiter hoch zu einer Aussichtsplattform in 1701 m Höhe. Von dort hatte man super Aussicht über die noch schneebedeckten Gipfel der Alpen, den Luganer See und in der Ferne auf den Comer See. Der Aufstieg zur Plattform ging oft über abgestorbenes Gras in dem überall blühende Krokusse herausragten.

Das Essen in der Bergstation war sehr lecker, insbesondere die Polenta mit Käse und die Bedienung am Buffet war ausgesprochen nett. Nach 2 Stunden auf dem Berg fuhren wir wieder ins Tal. Für die Rückfahrt zum Camping nutzten wir die Autobahn !! Heute Abend gab es noch mitgebrachte Maultaschen mit Vulkanspargel/Tropeazwiebel/Birnensalat, lecker.

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