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17. November 2025 – Saline und Pozzo Negro

Wir fuhren heute zum Museum der Salines del Carmen. Ein paar Kilometer vor der Saline gab es die Bio-Farm „Aloe Vera“, die wir besichtigten. Ein junger Mann aus dem Schwäbischen begrüsste uns und erzählte, dass er seinen Job in Deutschland aufgegeben hätte, um hier die Farm zu betreuen. Sie bauen Aloe und Olivenbäume an und vermarkten vor Ort und in ihrem online-Shop. Die Farm war ein grosses Areal, in dem auch Schafe und Esel lebten. Sie vermieten auch ein Ferienhaus. Das benötigte Wasser kommt aus der Meerwasserentsalzungsanlage von Fuerteventura und wird mit Grundwasser gemischt, um die notwendigen Mineralien zuzuführen.

Die Saline ist noch in Betrieb und kann theoretisch 700 Tonnen Meersalz im Jahr produzieren. Das Museum ist ein totaler Reinfall, aber die Saline ist trotzdem recht eindrucksvoll. Während der Besichtigung sahen wir noch 2 Vögel, die nicht sehr misstrauisch waren.

Nach der Besichtigung fuhren wir 500 m weiter, um in einem alten Restaurant zu essen. Wir aßen beide Thunfisch, einmal mit Tomatensauce bzw. mit gegrillten Zwiebeln. Der Fisch war sicher nicht frisch, sondern aus der Tiefkühltruhe und war ziemlich hart gegrillt. Für das Essen brauchten wir 2 Stunden Geduld.

Highlight war, dass Karin einen schwarzen Puma sah. Es war zwar ein Auto der Firma Ford, aber Puma ist Puma. Schon mehrfach hatte sie bei Fahrten durch das Gebirge erwähnt, dass sie noch keine Puma gesehen hätte.

Dann fuhren wir weiter und kamen zu einem Unfall, bei dem ein Motorradfahrer kurz zuvor tödlich verletzt wurde. Der Unfall ereignete sich in einer Baustelle und die Bauarbeiter, die den Unfall wohl miterlebt hatten, saßen ziemlich verstört rum.

Die Strasse nach Pozzo Negro, einem kleinen Fischerdorf das trotz schönem Sandstrand fast ohne Tourismus war, führte entlang eines Lavastroms, der hier vor 10 000 Jahren geflossen ist. Die Lava stellte einen breiten Streifen dar, der kaum zugänglich ist. Bereits an der Hauptstrasse fiel uns diese Gegend auf. Sie heisst Malpaís Grande. Malpaís heisst übersetzt „schlechtes Land“. Ausgerechnet in diesem Lavastrom siedelten sich vor 3000 Jahren die Mohos an, Ureinwohner der Insel. Wir besichtigten die Überreste der Siedlung La Atalayita, in der damals wohl mehr als 100 Menschen iebten. Karin entdeckte sogar sehr junge Kätzchen, die in dem Lavafeld auf ihre Mutter warteten und jämmerlich miauten.

An den Strassen und rund um das Lavafeld wuchs Oscher (Calotropis procea, eine Pflanzenart aus der Familie der Hundsgiftgewächse, die auch Sodomsapfel genannt wird). Diese giftige Pflanze, die wir auch im Süden Marokkos vorfanden, bildete hier richtige Bäume. Die Früchte platzen irgendwann auf und die Samen fliegen im Wind dahin.

Das Essen in dem Restaurant in Pozzo Negro sah sehr gut aus. Wir tranken dort 2 Espresso für zusammen 3 €. Von Pozzo Negro fuhren wir zurück nach Tuineje und schauten abends das WM-Qualifikationsspiel Deutschland gegen Slowakei (6:0) auf dem ipad an.

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