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25. April 2026 – Radausflug rund um den Camping

Gegen 11 Uhr fuhren wir mit den Fahrrädern los. Es ging es an der Strasse entlang, da es keine Fahrradweg gibt. Nach einem kleinen Umweg fuhren wir zum Kloster Zvërnec, das auf einer Insel gebaut ist. Zum Kloster führte ein bretterbeschlagener Steg über die Lagune. Im Kloster selbst herrschte Fotographierverbot, das von einer Security überwacht wurde. Es herrschte nicht sehr viel Betrieb, aber ein in Landestracht gekleideter „Musikant“ bot kreischend laute Musik vom Lautsprecher die er auf einer Trommel begleitete. Wir waren froh Abstand zu gewinnen. Vom Steg aus hatte man eine schöne Sicht auf schneebedeckte Berge, der imposanteste heisst Qores und ist 2018 m hoch und direkt hinter dem Steg stand einer der 150 000 Bunker, die der Diktator Hoxha bauen liess.

Auf dem Rückweg fuhren wir mehrere Restaurants an, die direkt am Sandstrand lagen. In einer Kneipe mit schönem Meerblick tranken wir ein Cola. Fast alle Strandbars waren gerade in Bau, in Renovation für den Sommer und der Strand war praktisch menschenleer. Ein paar Kinder versuchten ins Wasser zu gehen, sie entschieden sich schnell anders und vergnügten sich lieber am Spielplatz. Auf der Strasse lag eine Schlange, die erst vor kurzer Zeit überfahren wurde. Google identifizierte sie als ungiftige Balkan-Zornnatter.

Wir wollten jedoch nicht aufgeben und noch die Flamingos sehen, die irgendwo auf der grossen Lagune herumschwammen. Wir fuhren daher zurück am Camping vorbei und die nächste Querstrasse links. Nach ein paar gut besuchten Fischrestaurants drehten wir links in einen Feldweg ein. Sofort fielen uns ein paar Vögel auf, die merkwürdig flogen. Mit Glück gelang ein Foto und im nachhinein stellten wir fest, dass es sich um Wiedehopfe gehandelt hatte.

Wir fuhren auf einem sandigen und teilweise schlammigen Weg einige 100 m weiter in den Wald hinein, in der Hoffnung doch irgendwie an die Lagune zu gelangen. Der Wald war leider ziemlich vermüllt – Umweltschutz hat sich noch nicht in den Herzen der Albaner verankert. Gerade als wir umkehren wollten, bekamen wir eine Gruppe von Flamingos zu sehen. Wir pirschten uns vorsichtig an und sie liessen uns eine ganze Weile gewähren, bevor sie eine kleine Platzänderung vornahmen. Rote Libellen schwirrten um uns herum und Reiher flogen davon. Erst hatten fast alle Flamingos ihren Kopf unter Wasser, dann bemerkten uns einige und begannen herumzugaggern. Die Unruhe breitete sich aus und irgendwann hatte ich ihre Fluchtdistanz unterschritten. Sie flogen vielleicht 100 m weiter.

Wir fuhren einige Zeit auf sandigen Spuren, teilweise aufgewühlt durch Quad-Fahrer, zurück zur Strasse. Am Camping erwartete uns eine Überraschung, denn ein Wohnmobil mit Nürtinger Kennzeichen stand neben uns. Wir sprachen sie an und sie kamen aus Neckartailfingen und kannten sogar Frende von uns. Alex war vor 3 Monaten sogar im Kuckucksei bei einer Veranstaltung. Wir bestellten 2 Doraden zum Preis ßvon 10 € für das Abendessen und aßen zusammen bei einer Flasche albanischem Weisswein. Als wieder zu kalt wurde, spülten wir schnell ab und verzogen uns ins beheizte Wohnmobil.

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