Fahrt nach Nagpur

Da wir eine Nacht in Nagpur verbringen, bevor der Flug nach Mumbai ansteht, bestellen wir den Fahrer erst für 11 Uhr. Es sind nur 100 km und der größte Teil entpuppt sich als gute Autobahn. Wie in Varanasi wird auch in Nagpur gerade eine Bahntrasse auf Stelzen quer durch die Stadt gebaut. Der Verkehr auf der Durchgangsstrasse ist daher stark behindert. Polizisten regeln jedoch den Verkehr, haben wir sonst kaum mal gesehen. Wie in Delhi werden auch hier die Betonpfeiler begrünt, gute Idee und sieht viel besser aus als der blanke Beton.

Das Pride Hotel liegt neben dem Flughafen. Wir müssen dann erst um 9.00 Uhr hier los und haben ja einen langen Tag mit dem Flug nach Paris vor uns. Der Manager des Hotel findet, dass wir ein Premiumzimmer, statt des Standardzimmers, bekommen sollten, wir stimmen gerne zu.

Nachmittags wollen wir ein Taxi ins Zentrum nehmen. Der Hotelmanager hat von einem billigen Uber-Taxi geredet, das man an der Rezeption bestellen könnte. Ich frage dort, aber die nette Dame verweist uns an einen Herrn an einem Schreibtisch. Als ich ihn frage, steht er sofort auf, holt ein Auto und wir fahren für 800 Rupien ins Zentrum. Ich dachte, das wäre ein Uber-Taxi und die Fahrt wäre recht weit, aber der Fahrer wollte dort auf uns warten für weitere 1000 Rupien. Jetzt war mir klar, dass hier jemand gut verdienen wollte. Wir haben ihn zurückgeschickt und sind später mit dem TukTuk zurückgefahren, für 150 Rupien.

Der Verkehr ist hier besser geregelt. Trotzdem, wenn die Ampel grün wird, geht die Rallye los. Ganz vorne die Mopeds, dann die Tuktuks und dann die Busse. Mopeds und Tuktuks finden immer einen Weg, um bis an die Spitze der Phalanx zu gelangen. Fussgänger werden nicht überfahren, haben aber ein gewisses Risiko.

Der Besuch im Zentrum entpuppt sich als nicht sehr interessant, einige Straßen mit Kleidung, wir werden interessiert begafft. Touristen gibt es hier nicht. In einer Mall sehen wir einen Pizza Hut und essen seit Wochen mal wieder eine Pizza. Es ist so heiss, dass mir der Schweiß auf der Stirn steht, obwohl die Klimaanlage vor sich hin wummert. Es sind viele Schüler da, für die Pizza scheinbar noch etwas ganz besonderes ist. Die Preise sind für indische Verhältnisse hoch, aber wenn man sich eine Pizza teilt, können sich Schüler das leisten. Heute gibt es die Pizza zum halben Preis, wir essen für 500 Rupien (7 Euro), zusammen.

Der Gemüsemarkt ist um die Nachmittagszeit noch menschenleer.

Heute morgen stand in der Nagpur Zeitung, dass das Gewitter in Pench 300 Papageien auf einem Baum getötet hat. Sie wurden von zitronengrossen Hagelkörnern erschlagen.

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