2006MadagaskarMadagaskar 2006

Ile de Sainte Marie – Buckelwale

Naja, es begann ja schon relaxed, aber dann kamen die Wale. Und !!!… Ich hab’s gemacht! Rein in den Shorty, zwar verkehrt herum, aber egal, Flossen an und von der Klippe ins Meer gesprungen. Maske auf und ab Richtung Walautobahn. Aber entweder ich war einen Tick zu spät oder die Wale zu schnell oder, wie Achim behauptet (er stand mit dem Foto auf den Felsen), sie haben einfach einen Bogen um mich gemacht. Ich war etwa 20 m weit weg, vielleicht auch mehr. Ich kann es schlecht einschätzen. Unterwasser konnte ich sie nicht sehen, aber über. Zum Aufgeregtsein kam ich gar nicht, ich war nur damit beschäftigt schnell hinauszukommen. Naja, vielleicht klappt es ja morgen beim Tauchen.Achim erzählt mir später, dass mich ein paar Madagassen beobachtet hätten und diese völlig entsetzt über meine Aktion gewesen wären. Sie diskutierten, dass diese Frau wohl echt lebensmüde sein müsste. Achim macht die typischen Bilder einer Walbeobachtung – man sieht nur kurz die Flosse und den Blas – und schon tauchen sie wieder ab.

Das Wetter ist wieder schlechter geworden, viele Wolken und wenig Sonne. Gut für Achim’s Sonnenbrand. Ich komm endlich mal zum Karten schreiben. Irgendwann haben wir uns einen kleinen Spaziergang aufgemacht, aber am Strand und zwischen den Felsen waren überall Tretminen, da hatten wir keine rechte Lust mehr, ins Wasser zu gehen. Also machten wir uns über die Straße Richtung Heimweg. Es war leichter Nieselregen, 100 % Luftfeuchtigkeit und über 30 °C. Achim musste sein T-Shirt ausziehen, um nicht zu verschwitzen.

Plötzlich sah Achim ein kleines Schlänglein, das über die Straße kriechen wollte. Es war eine etwa 1,50-1,80 m lange Schlange, ein ganz netter Oschi. Da im Reiseführer stand, dass es auf Madagaskar keine Giftschlangen gibt, die dem Menschen gefährlich werden können, hatten wir keine Angst, blieben aber vorsichtig. Wir machten Bilder von ihr. Als ein Auto kam, sprang sie mit einem Satz rückwärts und verschwand blitzschnell wieder im Straßengraben. Jetzt war uns klar, dass uns die Schlange ohne Probleme hätte erreichen können. Ein paar Meter weiter lag ein kleineres Exemplar überfahren auf der Strasse. Später fanden wir heraus, dass es sich um eine Madagaskar-Hakennasennatter (Leioheterodon madagascariensis) handelte, die recht angriffslustig sein kann. 

Sonst ist nix passiert, ein „lazy day“, muss auch sein. Unterwegs sahen wir noch sehr viele interessante Pflanzen.

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