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21. August 2010 – Und immer wieder Regen …

Ein paar Fetzen blauer Himmel haben uns verführt, eine Tour zu machen. In weiser Voraussicht habe ich meine Sandalen angezogen und die Wanderschuhe in den Rucksack gepackt. Kurz nach dem wir durch den Fluss gewatet waren, sah Jean Emile eine rote Schlange im riesigen Gummibaum hängen und sagte immer wieder: da, Baumeslange, Baumeslange ! Erst war die Schlange noch etwas unentschlossen, aber dann wurde sie neugierig und zeigte ihren Kopf. Vermutlich war es eine Natter, die Cinnabar Malagasy Vinesnake (Ithycyphus miniatus oder Ithycyphus goudoti).

Große Freude natürlich bei Achim. Er schoss einige Bilder und dann ging’s weiter. Es begann zu nieseln, dann zu regnen, dann zu schütten und zu schütten hörte es gar nicht mehr auf, Achim war nass bis auf die Unterhose, bei mir ging’s noch dank des Regencapes vom Stimmenfestival. Aber es hatte echt keinen Sinn, man konnte überhaupt nicht nach oben schauen, nur Pisse. Also drehten wir um und schlappten durch die Fluten zurück. 

Wir passierten die Schule und am Ende musste ich noch die Hose ausziehen und mit Rucksack auf dem Kopf durch den Fluss waten. Mann, waren wir fertig. Am Meer sahen wir die Leute im Einbaum vorbeifahren. Wir warfen uns erst mal ins Meer, dann unter die Dusche und plötzlich schien wieder die Sonne. Mittagessen, Lesen am Bungalow, Augen zu. 

Plötzlich hieß es: allez petit serpent… Also Foto schnappen und auf zu den Leuten, die Vanille ernteten. Da lag sie im Gras, ziemlich genervt und angriffsbereit, züngelte, sprang auf uns zu und riss das Maul auf. Die hatte sicher total Angst. Wahrscheinlich ist das eine Madagascarophis colubrinus. Aber nach ein paar Bildern durfte sie unter die Hütte verschwinden und konnte sich erholen. Und dann schien die Sonne, kaum zu glauben. Wir konnten unsere Sachen einigermaßen trocknen und in der Sonne liegen.

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