01. Oktober 2026 – Teichland Linum
Heute war ein ganz besonderer Tag, denn heute morgen wurde unser Enkel Theo geboren. Um 7:33 Uhr erreichte uns die Nachricht, die wir mit Erleichterung aufnahmen.
Um 10:30 Uhr brachen wir auf nach Linum (Fehrbellin), das als einer der besten Spots Deutschlands zum Beobachten von Kranichen und anderen Zugvögeln gehört. Wir kamen um 12 Uhr an und waren allein im Camping. Wir nahmen den schönsten Platz neben dem kleinen Hafen mit Blick auf den See. Als wir zum Hofladen gingen, lasen wir auf Plakaten, dass hier Hochlandrinder und Wasserbüffel gezüchtet werden. In einem Tümpel wurde sogar Reis angebaut, der nördlichste Reis Europas. Er wird bald erntefrei sein. Auf dem See waren jede Menge Vögel – Graugänse und Enten, die eine entsprechende Geräuschkulisse entwickelten.









Es war niemand da, daher machten wir gleich eine kurze Tour zum Vogelbeobachtungsturm. Auf dem Turm trafen wir einen Mann an, mit dem wir gleich ins Gespräch kamen. Er war ehemaliger Tierpfleger im Zoo Dresden und kannte sich ganz gut mit Vögeln aus. Ein Silberreiher zog über uns hinweg.



Ohne erkennbaren Anlass flogen die Gänse laut schnatternd hoch, flogen eine Runde und landeten wieder im See.


Wir fuhren dann ins Dorf zum Mittagessen im Restaurant Storchenklause – Kürbissuppe und Cheeseburger. Gegenüber war ein Hofladen mit zig verschiedenen Kürbisarten und anderen Gemüsen. Wir kauften eine Kiwano (auch Horngurke genannt), sie muss allerdings noch etwas nachreifen. Im Gespräch ergab sich, dass die Besitzerin in Herrenberg Abitur gemacht hatte, so ein Zufall.




Auf einer Tafel, die im Dorf stand, konnte man erfahren, dass am 28. Juni 1675 zwischen Linum und Hakenberg die Schlacht von Fehrbellin statt fand, die als „Gründungsschlacht“ Preussens in die Geschichte einging. Im 19. Jahrhundert schlug in Linum ein 2 kg schwerer Meteorit ein, der im Berliner Naturkundemuseum ausgestellt ist.
Um 15 Uhr öffnete der Kiosk, wir bezahlten 25 € für die Übernachtung, kauften Hüftsteaks vom Hochlandrind (400 g für 11,70 €), Pastrami vom Wasserbüffel und hellgrüne Eier.


Gerade zurück am Bus entdeckte Karin eine kleine Ringelnatter, die am Boot gegenüber im Wasser schwamm.

Um 16:45 Uhr zogen die ersten Kranichschwärme an uns vorbei, weitere folgten mal näher, mal weiter weg. Gegen 18 Uhr machte ich an dem kleinen Grill Feuer, bekamen vom Nachbarn etwas Alufolie und grillten unsere Hüftsteaks. Dann konnten wir sogar im Freien zu Abend essen.












Der Camping gehörte zu einem Bauernhof, der auch Airbnb anbietet. In einem Häuschen waren Toilette und Dusche untergebracht.
