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02. Mai 2026 – Fahrt nach Lefkada

Gestern Abend fing der Regen an, aber heute Morgen war wieder Sonnenschein. Wir frühstückten neben dem Bus, packten und fuhren gegen 10 Uhr los. An der Küste entlang kam eine schöne Bucht nach der Anderen. Von einer Anhöhe hatte man gute Sicht auf eine Art Schilfsumpf. Wir wissen nicht genau, um was es sich da handelte.

Kurz vor Kanali bogen wir Richtung Arta ab, denn wir wollten den Amvrakikos Wetlands National Park besuchen. Eine Strasse führte über Salaora nach Koronisia, einem kleinen Dorf mitten in dieser Lagune. Unterwegs fuhren wir an grossen Orangen- und Kiwiplantagen vorbei.

Man fuhr auf einer kleinen Strasse, recht und links Wasser. Ab Anfang sahen wir mit dem Fernglas ein paar Flamingos weit entfernt im Schilf stehen. Dann schwamm ein Pelikan nahe am Ufer und liess sich durch uns nicht stören. An dieser Bucht, deren Strand fast nur aus Muscheln und etwas Strandgut bestand, konnten wir gut parken und überlegten sogar hier zu baden. Etwas weiter, fotografierte ich zwei im Schilf sitzende Möwen, die mich mit parallelen Kopfbewegungen verfolgten und Stelzenläufer (Himantopus himantopus). Die Luft flimmerte vor Schnaken. Leider hatte ich die Türe am Bus offen gelassen. Wir hatten bestimmt 50 Schnaken im Inneren. Also waren wir erst Mal beschäftigt, diese Plage zu eliminieren.

Wir fuhren weiter ins Dorf und entschieden uns spontan in einer kleinen Taverne essen zu gehen. Fritierte Aubergine, überbackener Schafskäse, fritierte Kartoffel, kretische Salat, fritierte Sardinen, Brot, Wasser und 500 ml Weisswein kosteten 35 € und alles schmeckte wunderbar. Rötelschwalben hatten unter dem Dach ein Nest und flogen ständig über uns hinweg. Der alte Ventilator war perfekt für eine Zwischenlandung. Eine Strassenhündin, der gerade Junge säugte und ziemlich abgemagert aussah, rührte Karins Herz und sie gab ihr mehr als alle Reste um essen.

Nach dem Essen fuhren wir noch etwas weiter in die Lagune hinaus und sahen ein Pelikanpärchen, die zusammen versuchten Fische zu fangen. Übers Wasser kam ein weiterer Pelikan angeflogen, landete knapp neben dem Pärchen. Zusammen flogen sie ein paar Meter weiter. Der Neuankömmling blieb nicht lange. 

Wir fuhren dann wieder zurück zu der kleinen Bucht, um dort Kaffee zu trinken. Kaum da, kam ein Pelikan angeflogen und schwamm wieder vor uns herum. Er hielt jedoch immer einen Sicherheitsabstand.

Die Felsen im Wasser hatten einen schwarzen Rand, der aus kleinen Miesmuscheln bestand.

Auf der Weiterfahrt kamen wir an einem Unfall vorbei, ein Auto hatte sich überschlagen und lag auf dem Dach. Der Rettungswagen und die Polizei waren schon da. Die Insassen hatten wohl Glück gehabt. Wir fuhren weiter auf der Autobahn, die nach Patras geht, zahlten 8,70 € Maut, verliessen die Autobahn Richtung Preveza und fuhren dann auf die Insel Lefkada. Diese Insel ist über eine ehemalige Fähre, die als Brücke dient, mit dem Festland verbunden. Es ging am Strand entlang, den 2-3 sehr gute Kite-Surfer nutzten, nach Lefkada-Stadt. Kurz vor der Stadt fiel uns eine kleine Insel im Meer auf, die von Pelikanen bevölkert war.

Auf der Uferstrasse fuhren dann nochmals ca 30 km weiter zum Camping Desimi Beach. Kurz vor der Abzweigung zu diesem Camping hielt uns ein Mopedfahrer an und wollte uns zu seinem Camping führen. Wir fuhren erst hinterher, aber als er uns eine Strasse hinunterführen wollte, die bestimmt mehr als 20 % Gefälle hatte, streikten wir. Wir sagten ab, kehrten um und fuhren zu dem Camping, auf dem wir jetzt sind. Der Empfang war sehr gut, eine Dame zeigte uns verschiedene Plätze und wies uns gut ein. Die Nacht kostet 28 € inkl Strom. Es gibt auch ein Restaurant auf dem Platz.

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