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01. Mai 2026 – Parga

Heute morgen schien wieder die Sonne, aber sie wechselte sich immer wieder mit Wolken ab. Wir stiegen auf die Fahrräder und radelten bergauf nach Parga, das in der benachbarten Bucht lag. Wir folgten dem Strassenschild Altstadt, landeten ab am Ende einer ziemlich langen Treppe mit hohen Stufen, die zur Promenade hinabführte. Das Gute daran war, dass rechts und links Kleider- und Andenkenshops waren, die wir beim Hinunterschieben in Ruhe besichtigen konnten. 

Die Gässchen waren voller Leute, denn heute ist auch in Griechenland Feiertag. Auch die Tavernen an der Hafenpromenade waren um 13 Uhr bereits voll besetzt. Überall roch es nach gegrilltem Fleisch und man bekam sofort Hunger. Wir hielten stand und gingen fast die ganze Promenade hoch und zurück. Karin kaufte in einem Shop eine weisse Bluse, die Verkäuferin sprach etwas deutsch, da sie bis zu ihrem 8. Lebensjahr in Deutschland gelebt hatte. Auf Plakaten wurden Bootsausflüge nach Paxos und Antipaxos angeboten. Als ich dieses Plakat sah, fiel mir ein, dass wir im Jahre 2000 mit unseren Kindern einen Bootsausflug von Korfu aus gemacht haben und in der Höhle von Ipapandi geschwommen sind.

Im Internet hatten wir gute Rezensionen einer Lithos Taverne gelesen und machten uns auf die Suche nach diesem Restaurant, das etwas weiter im Inneren des Dorfs sein sollte. Wir fanden es nicht, kamen aber an einer Eckkneipe vorbei, in der nur ältere Griechen saßen und Meze aßen. Sofort war klar, dass wir uns dazusetzen mussten, um ebenfalls Meze zu geniessen. Meze ist ein kleiner Teller mit Gyros, grossen weissen Bohnen, Oliven, Feta und Pommes, von allem ein kleines Stück. Es schmeckte sehr gut und ein Ouzo passte perfekt dazu. Der Wirt sagte 30 € auf deutsch als ich bezahlen wollte. Als ich sagte, dass das zu viel wäre, korrgierte er sich und meinte natürlich dreizehn Euro. Sein Deutsch war etwas eingerostet. Eine alte Klimaanlage versah noch ihre Dienste. Wir kauften noch Brot und etwas Süßes zu Kaffee und fuhren zurück. 

Die Sonne schien und wir beschlossen sofort zum Strand zu fahren und im Meer zu baden. Ich ging als Erster rein und war überrascht, dass das Wasser gar nicht kalt war – meine Uhr zeigte 19 °C und in Armestiefe 18 °C. Wir blieben wirklich eine ganze Weile im Wasser.

Wir haben neue Nachbarn bekommen, ein Ehepaar aus Wien und ein Ehepaar aus Luzern. Ist ein lustiges Dialektgespräch, wenn man miteinander redet. Ich kaufte noch Rotwein, einen Naoussa, Kalamata-Oliven, Ouzo und Feta im Supermarkt am Camping für das heutige Abendessen. Wenn man hier griechischen Salat bestellt, sind nur 3-5 Oliven dabei. Zu wenig für meinen Geschmack.

Tom, schau dir mal das Etikett an. Die Griechen haben ein anderes Alphabet. 

Gegen Abend verschwand die Sonne und es wurde doch so kühl, dass man nur mit langer Hose und Pulli im Freien sitzen konnte.

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