30. April 2026 – Fahrt nach Parga am Meer
Morgens frühstückten wir wieder mal in der Sonne. An einem Felsen sahen wir bereits Kletterer, die sich abseilten. Wir packten zusammen, bezahlten 35 EUR pro Nacht. Da war etwas hoch gegriffen, denn der Besitzer war sichtlich überlastet. Er reinigte nie die veralteten Sanitäranlagen und reagierte auf Karins Hinweis recht abweisend. Wir gingen am Ortsende noch Tanken, Diesel kostete 1,865 EUR. Dann machten wir noch Abschiedsfotos vom Kloster Agía Triáda, dessen Lage von hier richtig beeindruckend aussah. Auch die Lage des Klosters Agios Stéphanos war von hier aus krasser, als wenn man neben dem Gebäude steht.




Dann ging die Fahrt wieder durch die Berge, immer einem Tanklaster folgend, der auf der ganzen 68 km langen Strecke nicht überholt werden konnte. Wir beobachteten einen Motorradfahrer, der in einer Außenkurve überholte. Er konnte den Gegenverkehr überhaupt nicht sehen. Seine beiden Begleiter überholten etwas besser überlegt, aber immer noch sehr waghalsig. Die 3 Fahrer konnten von Glück reden, dass sie überhaupt noch leben und wir konnten froh sein, dass ihnen nichts passiert ist. Wir wären mitten im Geschehen gewesen.
Dann ging es wieder auf die Autobahn A2 Richtung Ioaninna. Wir bezahlten an 2 Mautstellen, einmal 2,35 € und dann noch 1,95 €. Kleine Beträge für viel Zeitersparnis. Die Autobahn ging weiter bis Igoumenitsa (Maut 3,35 €), aber wir zweigten etwa 40 km vorher ab auf die E18 nach Parga. Wir kamen an einem See vorbei, der fast vollständig mit Algen bewachsen war. In Parga ging es weiter an den Valtos Beach, in den gleichnamigen Camping. Die Sonne verschwand während der Fahrt und kurz nachdem wir am Camping ankamen, fing es leicht zu regnen an. Wir bekamen einen Platz unter großen Olivenbäumen.

Nach einem Kaffee wanderten wir zum benachbarten Parga. Am Sandstrand warteten bereits unzählige Strandliegen und Sonnenschirme auf Kundschaft. Die Strandabschnitte ohne Sonnenliegen werden bald auch gefüllt sein, die Liegen dafür waren noch am Weg deponiert. Wir besichtigten die alte venezianische Burg. Von oben hatte man einen schönen Blick auf die beiden Buchten und in der Ferne sah man noch die beiden Inseln Paxos und Antipaxos. In der Hafenpromenade von Parga reihte sich eine Taverne an die Andere. Im Sommer muss hier viel los sein. Auf dem Gelände der Burg wuchs ein Stinkbaum (Anagyris foetida), der Hülsenfrüchte bildet.













Neben der Burg entdeckten wir noch ein altes Telefonhäuschen, das leider nicht mehr funktionierte. Ein Relikt aus vergangenen Zeiten.


Auf dem Rückweg setzten wir uns auf eine der Liegen, der ganze Strand gehörte uns. Allerdings regnete es inzwischen so stark, dass wir den Regenschirm aufspannen mussten.



Da bereits Essenszeit war, gingen wir einfach in das nächste Restaurant, war übrigens das einzige offene Restaurant an diesem Strand. Wir aßen eine Karottensuppe, Tsatziki, Risotto mit Gemüse und ein Kleftiko (gebackenes Lammfleisch, das mit Feta, Paprika und Zwiebel in Filoteig eingewickelt ist). Das Kleftiko war viel zu viel, der Rest wird morgen unser Mittagessen. Das Restaurant hatte etwas gehobeneres Niveau und das Essen kostete 62 € mit Getränken.





Kurz vor dem Camping stand ein grosser Püschelbaum voll in Blüte und zig Katzen kamen angerannt, als Karin ein Foto machen wollte.


So, der Regen hat aufgehört. Morgen soll es wieder besser werden.
