29. April 2026 – Meteora Tag 2
Unsere Versuch das abgelegene Kloster Ypapanti zu besichtigen, scheiterte, da es keinen Strassenzugang gibt. Daher besichtigten wir das Kloster Metamórphosis tou Sotiros (Megálo Metéoro). Der Name Metéoro bedeutet der Schwebende. Der Gebäudekomplex ist mit etwa 60.000 m² das größte der Metéora-Klöster. Es liegt 613 m über dem Meeresspiegel und ist so auch unter den Klostern das am höchsten gelegene. Es ist noch immer von Mönchen bewohnt. Schon von der Ferne sahen wir, dass vor dem Kloster mehrere Busse und viele Autos standen. Wir stellten daher unser WoMo etwas unterhalb ab und fuhren mit dem Fahrrad zum Parkplatz hoch. Zum Kloster führten erst Treppen abwärts und dann mehrere, teilweise etwas enge, Treppen hoch. Vom Eingang hatte man einen schönen Blick auf das unterhalb gelegene Kloster Varlaám und das Nonnenkloster Rousánou. Bereits vor den Treppen wurde auf die strenge Kleiderordnung hingewiesen.








Kurz vor dem Eingang gab es einen kleinen Platz, an dem man etwas Geld opfern konnte. Am Eingang selbst gab es ein Häuschen, in dem 2 Leute den Eintritt in Höhe von 10 EUR für 2 Personen (auch mit Karte) kassierten. Vom Kloster war nur ein kleiner Teil zu besichtigen.
Kurz nach dem Eingang bemerkten wir ein seltsames Gefährt, das an Stahlseilen das Kloster verliess und gen Parkplatz schwebte. Es war eine Personen-Seilbahn, in der ein kaum sichtbarer Mensch saß. Die Kabine schwebte über den Abgrund. Wir würden diese Transportart wohl nicht nutzen wollen. Von einer Plattform hatte man nochmals einen schönen Blick.






Im Museum und in der Kirche durfte man nicht fotographieren, wurde mit Videokameras überwacht. Das Museum bot gut erhaltene Handschriften ab dem 14. Jahrhundert, Kleidung der Mönche, alte Kelche und Reliquien. Alles wunderbar und altersgerecht erhalten. Die Decken und Wände der Kirche waren überall bemalt und in einem Teil hingen jede Menge Silberleuchten und andere Gegenstände aus Silber von der Decke.
Wir wunderten uns über den Erhaltungszustand des Klosters. Alles sah aus, als ob es vor ein paar Jahren gebaut worden wäre. Irgendwie hatten wir uns ein mehr als 600 Jahre altes Gebäude in dieser Lage anders vorgestellt. Und die Anhäufung von Wertgegenständen in der Kirche deckte sich auch nicht mit dem Verhalten, das wir von Mönchen in Klöstern erwartet hätten. Na ja, immerhin gab es auch Wein in diesem Kloster, so dass den Mönchen nicht langweilig wurde.






An Blumen, die vor der Plattform wuchsen, labte sich eine Schwalbenschwanz.Schmetterling. Wegen das starken Windes konnte er sich nur kurz niederlassen und wurde schnell weggeweht.


Wir fuhren dann zurück zum WoMo und hinunter ins Dorf, suchten uns eine Taverne und aßen zu Mittag. Griechischer Salat, gebratener Feta und Fleischbällchen in Tomatensosse schmeckten lecker. Anschliessend ging es zurück auf den Camping, um einen gemütlichen Nachmittag zu verbringen. Auch hier flog ein Schwalbenschwanz herum, der gute Fotos erlaubte.




Karin erstellte ein Mosaik von Blumen, die sie unterwegs entdeckte und von den Klöstern.


Gestern waren wir ja erst gegen 17 Uhr am oberen Teil der Berge und da fiel uns nicht auf, wie viele Busse und Autos herumfuhren. Heute morgen war das ganz anders. Die Strecke hoch zu den Klöstern ist eine bei Motorradfahrern sehr beliebte kurvige Strecke und das hörte man auch auf dem Camping. Ausserdem fuhren permanent Touristenbusse die Strecke hoch und runter. Wir möchten gar nicht erleben, wie es hier in den Sommerferien abgeht.
