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28. April 2026 – Fahrt zu den Meteora-Klöstern

Wir verliessen Gjirokaster gegen 10 Uhr und fuhren Richtung griechische Grenze, die nur 36 km entfernt war. Die Fahrt ging durch ein breites Tal, rechts und links bis ins Tal unbewaldete Berge. An der Grenze wurden alle außer uns streng gefilzt. Türen und Kofferraum auf und das Wageninnere gecheckt, EU-Außengrenze. Wir mußten vielleicht 15 min warten, dann waren wir durch. Dann kam die griechische Grenze vor der weit mehr Fahrzeuge standen. Wir mussten durch ein Desinfektionsbad fahren, Passkontrolle, ein Beamter fragte, ob wir etwas zu verzollen hätten – Alkohol, Zigaretten oder Tiere dabei hätten. Als wir alles verneinen dürfen wir weiterfahren. 

Der Unterschied in der Landschaft war echt krass. Vorher kein Wald, jetzt in Griechenland Wald überall. Am Strassenrand blühten immer ständig violette Judasbäume, ein Reh überquerte die Strasse und nette griechische Dörfer ohne zerfallene Häuser.

Kurz vor Ioaninna bogen wir ab und fuhren das östliche Ufer des Sees entlang. Sehr schöner Blick auf den See, die Stadt und die umliegenden Berge. Im Hintergrund tauchten schneebedeckte Berg auf, alles Berge mit mehr als 2000 m Höhe. Im See gab es eine bewohnte Insel und kleine Schilfinseln. Die Wolken spiegelten sich in dem glatten Wasser.

Die Strasse ging stetig bergauf und danach natürlich wieder über eine lange Strecke bergab. Wir nutzen die Motorbremse des 2. Gangs und zuckelten mit 30 km/h bei 300 UPM bergab. Gegen Ende erkannten wir die Autobahn A2, auf die wir dann irgendwann auffuhren. Es folgten rund 60 km auf der tunneligsten Autobahn, die wir je gefahren sind. Ein Tunnel nach dem Anderen, zwischen den Tunneln einige Meter Autobahnbrücke, Geschwindigkeitsbegrenzung 60 km/h, linke Spur ohne Anlass durchgehend gesperrt. Was der BAu dieser Autobahn wohl gekostet haben muss. Wir waren vollständig allein auf dieser Autobahn. Das lag vielleicht daran, dass man am Ende Maut bezahlen mußte. Aber die Maut war 2,85 € für unser WoMo, vollkommen ok.

Die Strasse zweigte nach Meteora ab, wurde wieder kurviger und am Ende ging es wieder so steil bergab, dass nur die Motorbremse half eine Überhitzung der Bremsen zu vermeiden. Vom letzten Abhang hatte man bereits einen schönen Blick auf die Berge von Meteora. Es ist eine in der Gegend einzigartige Steinformation. Von Gjirokaster waren es 184 km bis Meteora, wir benötigten fast 4 Stunden.

Karin hatte unterwegs bereits einen Camping ausgesucht, den wir direkt ansteuerten – Camping The Cave. Er liegt direkt vor hohen Felsen und eine Taverne auf der anderen Strassenseite. Der Pool hatte kein Wasser, aber das war uns egal. Die Nacht kostete 35 € mit Strom. Der Platzwart brachte uns gleich noch Kaffee, gelbliche klebrige Süssigkeiten und für jeden eine kleine Flasche Wasser – nette Geste. Wir telefonierten währenddessen mit Caroline, die dankenswerterweise unsere Pflanzen in Steinen mit Wasser versorgt.

Wir hielten uns dann nicht lange auf, sondern wanderten gleich den Berg hoch, um noch etwas zu sehen. An der ersten Abzeigung der Strasse gingen wir den Berg weiter hoch, um dann auf einem Trampelpfad in Richtung der Monolithe abzuzweigen. In einem senkrechten Steilhang sahen wir einen Kletterer (auf dem linken Bild kaum zu erkennen). Zwei Deutsche kamen uns entgegen, sichtlich fertig. Als wir wieder zurückkamen, lagen sie auf der Strasse und mußten sich erholen. Sie erzählten stolz, dass sie den höchsten Gipfel zwei Mal erklommen hätten.

Bereits vom Camping konnte man einige interessante Punkte in den Felsen sehen. In einer Felsspalte war Wäsche aufgehängt, ein Loch in einem Spalt war zugemauert und ein Kloster war verlassen worden, nur noch eine Wand und ein Schornstein standen in der Felswand. Wir sahen auch grosse Vögel vor der Wand fliegen.

Wir gingen dann zurück zum Camping und nahmen den Wagen, um die recht steile Strasse zu den anderen Klöstern hochzufahren. Sechs der 25 Klöster von Meteora, deren Ursprung auf das 15. Jahrhundert zurückgeht, sind bewohnt und regelmäßig für den Besuch geöffnet. Das Kloster Agía Triáda (Heilige Dreifaltigkeit) wurde weltweit bekannt, da ein Teil des James Bond Filmes „In tödlicher Mission“ darin gedreht wurde.

Vom Sunset Point sah man die andere Seite der Berge.

Wir kamen gegen 19 Uhr zurück zum Camping und gingen gleich in der gegenüber liegenden Taverne zum Abendessen. Katzen und Hund warteten, ob etwas für sie abfällt. Der Hund war ungeduldiger als die Katzen und wurde verscheucht. Aber er gab nicht so schnell auf.

Tsatziki mit griechischem Salat, Souvlaki, mit Reis gefüllte Gemüse und zum Abschluss einen Orangenkuchen und einen Ouzo. Kostete zusammen mit Wasser, halben Liter Wein und Brot 45 €.

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