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06. November 2011 – Giant’s Causeway

Ich stand früh auf, frühstückte in Begleitung eines englischen Ehepaars, das sich mit mir über die wirtschaftliche Lage Deutschlands unterhalten wollte. Nach kurzer Zeit merkten sie, dass ich darin kein Spezialist war. Bei leichtem Nieselregen fuhr ich dann zum Parkplatz des Nationalparks und wanderte auf einem Weg viele Stufen hinab zum Strand. Der folgende Abschnitt, ein Auszug aus Wikipedia, gibt einen Überblick, was mich erwartete.

Der Giant’s Causeway ist seit 1986 UNESCO-Welterbestätte. Er besteht aus etwa 40.000 gleichmäßig geformten Basaltsäulen, deren Alter etwa 60 Millionen Jahre beträgt. Etwa die Hälfte der Säulen hat einen sechseckigen Querschnitt, es treten jedoch auch solche mit vier, fünf, sieben oder acht Ecken auf. Die größten der Steinsäulen haben eine Höhe von zwölf Metern. Die Gesteinsschicht ist bis zu 25 m dick. Der Giant’s Causeway führt etwa fünf Kilometer entlang der Klippen und endet im Meer, wovon er wieder – der alten Legende von Fionn mac Cumhaill zufolge – an der Küste als Fingal’s Cave auftaucht. Geologen führen die Entstehung des Basaltdammes auf die Abkühlung heißer Lava zurück. Formationen senkrechter Basaltsäulen können bei sehr langsamer und gleichmäßiger Abkühlung von Lava entstehen. Die Säulenstruktur bildet sich dabei aus langsam in das Material hineinlaufenden Spannungsrissen. Diese entstehen durch die Abkühlung und Schrumpfung des Materials und breiten sich senkrecht zur Abkühlungsfläche aus. Der Vulkan, dessen Lava zur Formation des Giant’s Causeway führte, ist mittlerweile durch Erosion abgetragen.

Einer irischen Legende nach wurde der Damm vom Fionn McCumhaill gebaut. Man sagt, dass Fionn eines Tages von seinem schottischen Widersacher Benandonner so stark beleidigt wurde, dass er sich dazu entschloss, diesen Damm zu bauen, um Benandonner in einem Duell zu besiegen. Er riss riesige Felsen aus den Klippen der Küste heraus und stemmte sie in das Meer, um einen sicheren Weg nach Schottland zu bauen. Als er mit dem Bau fertig war, forderte er Benandonner zum Kampf heraus. Um seinen Ruf nicht zu verlieren, blieb diesem nichts anderes übrig, als die Herausforderung anzunehmen, und so machte er sich auf den Weg nach Irland. Fionn, den die Arbeiten an dem Damm ermüdet und erschöpft hatten, suchte derweil nach einem Ausweg, wie er sich vor dem Aufeinandertreffen mit dem schottischen Riesen erholen könnte. Er verkleidete sich daraufhin als Baby und wartete mit seiner Frau auf die Ankunft Benandonners. Als dieser erschien, beteuerte Fionns Frau ihm, dass er gerade nicht da sei. Gleichzeitig lud sie ihn auf einen Tee ein und versprach, Fionn werde bald zurückkommen. Als Benandonner beim Warten das angebliche Baby sah, erblasste er bei der Vorstellung, dass bei der Größe des Kindes der Vater gar gigantische Ausmaße haben müsse. Die Furcht packte ihn. Er rannte über den Damm zurück nach Schottland und zerstörte diesen dabei hinter sich.

Anfangs lag die Bucht noch weitgehend im Schatten, es war empfindlich kalt und ich war fast allein unterwegs. Als die Sonne langsam in die Bucht strahlte, kamen weitere Besucher.

Gegen 13 Uhr fuhr ich weiter auf der Causeway Coastal Route, vorbei an der White Park Bay, ein drei Meilen langer menschenleerer Sandstrand.

Die spektakuläre Hängebrücke Carrick-a-Rede, 30 Meter über dem tosenden Meer schwebend, kann man über schmale Holzlatten zur vorgelagerten Insel Carrick-a-Rede hinübergehen.

Die Old Bushmills Distillery ist nicht nur die älteste Whiskeybrennerei Irlands, sondern auch eine der ältesten lizenzierten Brennereien der Welt. Ein Besuch der Distillery war unumgänglich und natürlich war das Whiskeytasting am Ende der Tour ein Highlight.

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