15.02.2020 – letzter Tauchtag

Das Beitragsfoto haben wir bei einem Video gesehen, das im Restaurant dauern läuft. Wir dachten, wir probieren mal, ob das wirklich machbar ist. Frau muss nur aufsteigen und das Ross im Zaum halten, damit es nicht durchgeht….ist gelungen 😉

Um 9.30 Uhr geht es zum Tauchplatz Danao. Ein Franzose aus der Nähe von Paris und ein Deutscher aus Köln begleiten uns dieses Mal. Am Grund ein grosser Abhang mit Sand, auf dem eine Kloschüssel, eine Steinbank und ein Steintisch, auf dem mehrere Schnapsflaschen, stehen (mit Sand gefüllt, damit sie nicht davonschwimmen). Unter der Bank ist das Versteck eines Geisterpfeifenfischs, eines Rotfeuerfischs und einer fast durchsichtigen Garnele.

Geisterpfeifenfisch
vielleicht eine Holthuis-Garnele
Ein Kugelfisch neben einer Seefeder
Landkarten-Kugelfisch (Arothron mappa)
Nembrotha chamberlaini
Nembrotha chamberlaini
Anemonengarnele (Periclimenes brevicarpalis)
Federstern-Garnele
Rotfeuerfisch

Anglerfische können langsam ihre Farbe wechseln, um sich dem Untergrund anzupassen. Wenn sie schwimmen, können sie aus Düsen zwischen den Beinen Wasser ausstossen. Damit kommen sie recht schnell voran.

Anglerfisch
2 Muränen, sie teilen sich eine Höhle, Wohnraum ist auch da unten rar
Gebänderte Gelblippen-Seekobra
Seenadel
Federstern
Nacktschnecke Flabellina zwischen Seescheiden
rot-weisse Scherengarnele
Hohlkreuz-Garnele

Das Bild unten zeigt einen Feder-Hydroid. Was aussieht wie eine Pflanze, sind in Wirklichkeit Tiere, die Kolonien bilden. Jede dieser Federn ist eine solche Kolonie, die aus vielen Nesseltierchen bestehen. Kommt man diesen Hydroiden zu nahe, kommt es zu sehr schmerzhaften Nesselverletzungen, die nur langsam verheilen. Also aufpassen und nicht berühren.

Feder-Hydroid
Nembrotha kubaryana
Flügelrossfisch (hier sieht man mal die Flügel)

Über uns schwimmt ein Schwarm Sepien vorbei. Als wir schon weit oben waren, schwimmt ein einzelner Barracuda unter uns durch. Eine Seekobra beachtet uns gar nicht, sondern schwimmt mehrere Minuten neben uns her auf der Suche nach Futter. Nach dem letzten Tauchgang verabschieden wir uns von Harold bei einem Red Horse Bier. Er erzählt, dass der Besitzer des Resorts ihn gefördert hat und ihm die Ausbildung zum Divemaster ermöglichte. Er kommt aus sehr einfachen Verhältnissen, Vater ist Fischer, und seine Eltern hatten gerade so viel Geld, dass die Familie zu essen hatte (mit ihm sind es drei Geschwister).

Einerseits ist es schade, dass wir morgen hier gehen müssen, aber es ist auch ok., zumindest für mich. Tauchen ist schon faszinierend, jedes Mal entdecken wir doch wieder etwas anderes, obwohl wir jetzt wirklich schon viel gesehen haben. Immer wenn wir am Ende eines Tauchgangs sind und über dem Riff auf 5m Tiefe unseren Sicherheitsstopp machen, bedauere ich das Ende. Hier könnte ich ewig rumdümpeln. Soooo viele verschiedene Fische in allen Grössen und Farben tummeln sich in den verschiedensten Verstecken, Hart-und Weichkorallen, es ist eine wahre Freude ihnen zuzuschauen. Heute hatte wir ziemlich Dünung am Ende, alles wirbelte herum und man wurde wie in einer Wiege hin und hergewogen. Das ist für mich fast der schönste Teil. Hier füllen sie die Flaschen mit weit mehr als die üblichen 200 Bar, was bei meinem Luftverbrauch bedeutet, dass ich locker 2 Stunden unter Wasser bleiben könnte. Aber die Tauchzeit ist auf 60 Minuten begrenzt und trotz 28 Grad Wassertemperatur bin nach dieser Zeit am schnattern. Also verabschieden wir uns für dieses Mal vom Meer und seinen unerschöpflich einzigartigen Kreaturen und hoffen, dass wir noch viele Male mit “gut Luft” in diese faszinierende Welt eintauchen dürfen.

Ein letztes gutes Abendessen hier im Restaurant, dabei alle vorbei Flanierenden beobachten und den ein oder anderen Kommentar abgeben und schon fast sind unsere drei Wochen Urlaub hier zu Ende. Jetzt kommt etappenweise die Heimreise in ein kaltes, graues Deutschland, aber auch das hat seine Reize. Ich freu mich auch immer wieder auf zu Hause!

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