15. Juli 2022 – Almere

Um 10 Uhr öffnete heute morgen die Floriade 2022 in Almere. Wir waren pünktlich da. Vor uns waren schon Ankömmlinge, die mit Bussen angereist waren. Sie standen unschlüssig in kleinen Gruppen herum und warteten wohl auf ihre Guides. Wir konnten direkt zum Eingang, da ich die Tickets gestern schon im Internet erworben hatte. Handy vorzeigen, das wars. Da wir erwarteten, dass die Busleute sich langsam vorarbeiten werden, gingen wir direkt zur Green Island und weiter zu Utopia Island im hinteren Teil des Geländes.

Aber zur Erklärung von vorne – die Floriade Expo ist eine internationale Gartenbau-Ausstellung, die dieses Jahr in Almere bei Amsterdam stattfindet. Nächstes Jahr wird Doha in Katar Austragungsort sein. Da werden wir sicherlich nicht hinkommen. Neben tollen Kombinationen von Blumen und Bäumen gibt es auch interessante Objekte zu bestaunen. Zum Beispiel dieses Kunstwerk aus gerolltem und gefaltetem Stoffen und Schaumstoff, das von der anderen Seite ziemlich unscheinbar aussieht. Aber wenn man hinter der Aussenwand durchgeht und die lichtdurchfluteten bunten Flaschen sieht, kommt doch Bewunderung auf für diese Idee.

Es gab unbekannte Blumen zu sehen, wie diese grosse Flockenblume.

Ein aus kleinen Blechrechtecken zusammengeschweisstes Kunstwerk.

Und Gebäude, wie dieses bewohnte Hochhaus, dessen Fassade aus Glas war.

Blumenbeete

Coole Ideen

Noch mehr Gebäude …

Und Nachdenkliches …

Hauptthema der Ausstellung war Klimaschutz, Leben mit dem Klimawandels und Nachhaltigkeit. Saudi-Arabien z.B. zeigte die Nutzung salztolerater Pflanzen in der Wüste. Quinoa und Salicorn (Meeresspargel, dt. Queller) sind Pflanzen, die selbst in extrem salzhaltigem Wasser gedeihen und extreme Hitze und grosse Dürre überstehen. Diese Pflanzen sind daher für Wüstenländer optimale Nahrungsquellen. Die Grünalgen des Meeres produzieren mehr als 30 % des Sauerstoffs der Erde und Seegraswiesen nehmen doppelt so viel CO2 auf als Wälder und produzieren zusätzlich 10 % des weltweiten Sauerstoffs. Es gilt also diese Resourcen richtig zu nutzen und zu bewahren.

Nach 6 Stunden wandern durch die Ausstellung müssen wir sagen, dass sich der Besuch gelohnt hat. Manche Länderpavillons waren zwar ziemlich nichtssagend und auch keine Werbung für ihre Länder, es gab aber Ausnahmen wie z.B. Saudi-Arabien. Die Gestaltung der Flächen mit den verschiedenen Pflanzen waren allesamt toll und inspirierend.

Abends gingen wir dann noch Essen in ein Restaurant das Gerichte aus Eritrea anbot. WIr hatten es Almere Haven entdeckt, als wir mit dem Fahrrad von der Floriade zurückkamen. Das Essen wurde auf Injera, einem weichen Fladen ähnlich wie Pfannkuchen serviert und man aß mit der rechten Hand. Ging sehr gut und das Essen schmeckte, Karins vegetarisches Gericht war von der Menge preislich leider nicht angemessen. Das Bier aus Eritrea kann man auch nicht wirklich als gutes Bier bezeichnen.

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