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15. November 2025 – Abreise zum Casa Tamasite

Gegen 9:30 Uhr reisten wir ab und fuhren über Tindaya nach Antigua. Bei Tindaya fuhren wir zum Mirador de Vallebrón hoch. Vom Parkplatz ging es nochmals 200 m hoch bis man die beste Aussicht hatte. Eine kleine Reisegruppe schaffte nur die halbe Strecke. Man hatte eine grandiose Aussicht auf einen grossen Teil des Nordens der Insel. Der Berg „Montaña de Tindaya“ war für die Ureinwohner der Insel ein heiliger Ort, dem Zauberkräfte zugeschrieben wurden. Übrigens stehen auf der Insel viele Windmühlen, die noch benutzt werden. Sie fördern Wasser aus tiefen Brunnen oder sind normale Getreidemühlen.

Unser neuer Vermieter erwartete uns gegen 11 Uhr, daher blieb nicht viel Zeit für zusätzliche Aufenthalte. Unterwegs sandte er uns via Whatsapp eine detaillierte und bebilderte Anleitung, wie wir in die Wohnung kommen, die wir für 4 Nächte gemietet hatten. Der Schlüssel lag in einem kleinen Schlüsseltresor, der mit einer Zahlenkombination gesichert war. Wir fanden die Wohnung sofort und brachten gleich unsere Koffer hoch.

Dann gingen wir für das Frühstück eInkaufen, denn in dieser Wohnung sind wir Selbstversorger. Anschliessend fuhren wir über Pájara nach Ajuy. In Pájara stand vor einem Altenheim ein Turm aus gehäkelten viereckigen Topflappen und ein zweiter Turm war am entstehen.

Das Dorf Ajuy ist einer der Hauptattraktionen Fuerteventuras. Das kleine Dorf mit dem schwarzen Sandstrand hätte nicht viel zu bieten, wenn da nicht die „schwarze“ Küste wäre, in der es einige Höhlen gibt. Die Dimensionen sieht man auf dem Bild neben dem Kraken. Der schwarze Punkt auf der Klippe sind 2 Menschen, die dort stehen.

Hier wurde früher Kalkstein abgebaut und gebrannt. Die Kalkfarbe wurde zum Anstrich der Hauswände genutzt. Der Weg führte über felsiges Gelände und einige Treppen waren zu überwinden. Am Strand sollte man übrigens nicht baden, denn es gibt sehr gefährliche Strömungen, die jedes Jahr Menschenleben kosten. Am zentralen Platz des Dorfes gab es 2 Restaurants. Wir wollten nur etwas trinken, konnten mit Hilfe von 2 Fremdenführern 2 Plätze im Inneren der Kneipe ergattern. Ich genehmigte mir noch einen kleinen Ben & Jerry’s Eisbecher, der mit 6,50 € unsere Getränkerechnung glatt verdoppelte.

Am Ende des Wegs zu den Höhlen war eine Mauer auf der Atlas-Hörnchen herumturnten und auf Futter warteten. Anfangs sah man sie nicht, aber dann sprangen sie überall in den Klippen rum. Und von jetzt ab sah man sie immer, wenn man mit dem Auto irgendwo anhielt.

Für die Rückfahrt wählten wir die Route über das Dorf Vega de Rio Palmes, da es dort laut Reiseführer einen Stausee geben sollte, an dem viele Vögel beobachtet werden können. Es ging auf einer gut ausgebauten Strasse den Berg hinauf bis zu einem Mirador mit guter Fernsicht und jeder Menge Atlashörnchen.

Der Stausee war übrigens völlig mit Erdreich gefüllt und wir lasen, dass das wenige Wasser so salzhaltig wäre, dass es zum Bewässern ungeeignet ist – also gab es auch keine Vögel zu sehen. Wir fuhren dann weiter durch Betancuria, der ersten Inselhauptstadt. Obwohl das Dorf im Reiseführer gelobt wird, konnten wir keinen Grund für einen Halt sehen und fuhren einfach nur durch. Am kurz danach folgenden Mirador de Guise y Ayose gab es eine gigantische Aussicht auf die Ebene von Antigua, bei der man sogar das Meer auf beiden Seiten der Insel sehen konnte.

Neben der Aussicht gab es noch eindrucksvolle Palmen am Mirador und 2 übergrosse Statuen aus Metall. Sie stellen die beiden Könige Guise und Ayose der Majorero-Königreiche dar, die über die Insel herrschten, als sie im 15. Jahrhundert von den Spaniern erobert wurde.

Am Ende der Passstrasse fuhren wir über Antigua nach Tuineje, in dem unsere Wohnung liegt.

Abends um 20 Uhr gingen wir zum Essen ins Restaurant Pecafra, das nur 2 Häuser entfernt ist. Der Wirt sprach kein englisch, also entschlüsselten wir die Speisekarte mit Google Übersetzer. Die meisten Gerichte waren Tintenfisch-Variationen oder Fischkroketten. Wir entschieden uns für Paella, die ganz oben auf der Karte stand. Nach ein paar Minuten kam der Wirt, löschte die Paella auf der mit Kreide beschriebenen Speisetafel. Dann kam er zu uns und meinte „Paella no“. Dann erklärte er, dass er nur noch eine Portion Paella hätte. Wir nahmen also diese Portion und Karin bestellte noch Tortilla und einen gemischten Salat. Während wir da sassen, kamen immer wieder Leute rein, stellten sich an den Tresen, tranken etwas, holten Essen ab oder brachten Geschirr zurück und kassierten das Pfand. Der Wirt war ziemlich überlastet, da an 2 weiteren Tischen noch 10 Gäste sassen und Essen bestellt hatten. Er schenkte uns hastig 2 Gläser lauwarmen Weisswein ein und widmete sich dann wieder den anderen Gästen. Aber das Essen schmeckte recht gut und war günstig. 

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