17. Juni 2021 – Bundesgartenschau in Erfurt
Karin bekam am 16. Juni ihre 2. Impfung gegen Covid-19. Am frühen Nachmittag dieses Tages starten wir daher zu einer Reise durch Deutschland und fuhren in einem Rutsch bis nach Erfurt – kamen gegen 21 Uhr an. Nach der Ankunft fanden wir zwar den WoMo-Stellplatz, aber alle Plätze waren bereits belegt. Wir übernachteten daher auf einem Parkplatz der Bundesgartenschau. Zusammen mit mehreren Wohnmobilen aus ganz Deutschland standen wir am Rand des Parkplatzes, der immerhin 2 benutzbare Toilettencontainer hatte. Am nächsten Morgen sahen wir Wohnmobile abreisen und fanden auch sofort einen Platz auf dem regulären Stellplatz. Die erforderliche Anmeldung war etwas umständlich an einem kleinen Häuschen, aber wir konnten für 15 € Parkgebühren (inkl. Wasser und Strom) eine weitere Nacht bleiben. Gleich danach fuhren wir mit dem Fahrrad zum Eingang des egaparks, einem der 2 Parks, auf dem die Gartenschau ausgerichtet wurde. Der Park war recht schön angelegt mit unterschiedlichen Blumenrabatten, beeindruckendem japanischem Garten und grossem Gelände mit altem Baumbestand. Im Park besichtigten wir das Wüsten- und Urwaldhaus Danakil, für das man sich online einen Termin holen musste und zusätzlich einen Euro Eintritt bezahlte. Da nicht viel los war, konnten wir sofort Eintritt haben. Im Haus mussten wir eine Maske tragen, die die Tour besonders im Tropenteil etwas erschwerte. Zusätzlich waren Schulklassen unterwegs, die in dem Haus natürlich ziemlichen Lärm veranstalteten. Der Wüstenteil zeigte wirklich tolle Kakteen und ein paar Wüstentiere, die man nicht überall zu sehen bekommt. Wir gingen ca. 4 Stunden auf dem Gelände umher, erklommen einen Turm mit toller Aussicht auf Erfurt und das Umland und waren dann, auch wegen der grossen Hitze, ziemlich fertig. Der Park war recht wenig besucht, so dass es wegen Covid-19 keine Bedenken gab. Bemerkenswert war der super tolle Kinderspielplatz mit Matchzone, die bei den Temperaturen natürlich gerne genutzt wurde.
Nach 4 Stunden gaben wir auf und fuhren mit dem Fahrrad ins Zentrum von Erfurt. Erst besuchten wir noch den Petersberg, eine barocke Festung mit tollem Blick auf die Altstadt. Ansonsten bot diese Zitadelle nur eine Ausstellung, eine Kirche, verschiedene Essmöglichkeiten und etwas Musik – bei mehr als 30 Grad im Schatten war unser Aufenthalt nur von kurzer Dauer. Zum Glück konnten wir mit dem Fahrrad bis zum Eingang hochfahren, während die anderen Besucher in praller Sonne bis zu einem Personenaufzug hochsteigen mussten.
Dann ging es in die Altstadt – mit dem Fahrrad kamen wir ziemlich schnell herum. Wir tranken einen Eiskaffee, besichtigten die Krämerbrücke, die längste durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke Europas, kreisten um die alte Synagoge, die wir trotz Hinweisschilder übersahen und genossen dann am Rand des Flusses Gera in einem Biergarten ein spätes Mittagessen. Die Altstadt von Erfurt gefiel uns ausgesprochen gut, überall Biergärten in Hinterhöfen und sehr schön renovierte Fachwerkhäuser.