19. September 2020 – Besichtigung von Glücksburg und Fahrt rund um Holnis

Gleich nach dem Frühstück geht es zum Kunsthandwerkermarkt nach Glücksburg. Da nicht auszuschliessen war, dass wir dort auch etwas Einkaufen, besichtigten wir erst noch das Schloss. Am heutigen Samstag waren da mehrere Hochzeiten und wir durften beim Eintritt in Schloss durch das Spalier von Hochzeitsgästen gehen und beim Austritt durch ein Spalier der nächsten Hochzeitsgesellschaft. Der “Empfangsdiener” im Livree erklärte uns freundlich die Regeln, die es jetzt einzuhalten galt und so machten wir uns auf den Rundgang über 3 Etagen.

Da es am Strand doch etwas zu kühl ist, gehen wir in das dem Camping angegliederte Strandcafé und nehmen erst Mal einen Kaffee mit Kuchen. Diese Strassencafés/Imbisse gibt es hier ja an jeder Ecke und alle sind stets gut besucht.

Danach fuhren wir aber direkt zum Markt. Erst auf dem Weg zum Eingang des Geländes mussten wir feststellen, dass Glücksburg einen schönen Strand hat mit Restauration und Strandkörben.

Beim Eintritt bekamen wir je eine Wäscheklammer, mit der kontrolliert wurde, wieviele Besucher bereits auf dem Gelände sind. Am Ausgang musste man die Wäscheklammer wieder abgeben – sie wurde sogar direkt in ein Desinfektionsbad geworfen. Irgendwie kam mir das total übertrieben vor – wie bitte soll man sich denn an einer Wäscheklammer infizieren. Na ja, der Markt hatte einige interessante Stände und Karin kaufte an einem Stand 3 Eisenstangen, deren Ende zu einer Schnecke geschmiedet sind. Die Teile sind halt ca 2 m lang und ziemlich unpraktisch auf einem Fahrrad zu transportieren. Trotzdem gekauft, mit einer Hand am Lenker die 5 km zurückgeradelt, und mit fast verkrampfter rechter Hand sicher am Camping angekommen.

Da es noch nicht spät war, erkundigten wir die Gegend um Holnis herum. Erst fuhren wir am Deich entlang zu Spitze des Gebiets – guter Blick nach Dänemark – dann ging es in den windgeschützteren Bereich der Flensburger Förde an eine Klippe und danach zu einem Noor mit sehr vielen Vögeln. Auf einer Holzplattform trockneten Kraniche ihre Flügel. Viele Gänse waren auf dem Wasser und immer mal wieder startete eine kleine Gruppe und flog hinter eine Kuppe.

Neugierig wie wir sind, fuhren wir in diese Richtung und sahen Hunderte dieser Gänse auf eine Wiese herumlaufen. Manche lagen im Gras und schliefen, andere schnatterten herum. Wir nehmen an, dass sich diese Gänse versammeln, um sich auf ihre Reise in den Süden vorzubereiten.

Etwas weiter finden wir eine Menge Vögel auf einer kleineren Sandbank. Auch hier starten Gänse immer wieder in Richtung Wiese.

Hinter dem Leuchtturm finden wir eine Badestelle mit einem kleinen Steg. Wir sitzen in der Abendsonne und dösen etwas, als plötzlich neben uns eine Möwe seltsame Bewegung macht. Sie scheint mit etwas zu spielen, wirft es immer wieder ins Wasser und fängt es wieder. Beim näheren Hinsehen entpuppt sich das Spielzeug als Krebs, den sie wohl in den Steinen am Ufer gefangen hat. Sie schwimmt mit dem Krebs im Schnabel an uns vorbei und klettert auf den Rundweg. Dort verspeisst sie den Krebs “mit Haut und Haaren” – schlingt ihn einfach komplett hinunter.

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