1. – 2. September 2021 – Fahrt nach Auch

Gestern wollten wir eigentlich morgens losfahren, aber als wir den Fahrradträger montiert hatten und das Licht kontrollierten, mussten wir feststellen, dass keines der Lichter am Fahrradträger funktionierte. Also fuhr ich morgens erst zur Fiat-Werkstatt, die keine Möglichkeit sah, das Fahrzeug überhaupt anzuschauen. Dann weiter zum Boschdienst in Lörrach. Der Mitarbeiter war sehr freundlich und checkte alles durch, aber als Fehlerursache wurde ein Steuergerät identifiziert, das nicht kurzfristig zu beschaffen war. EIn Anruf bei der Firma, die die  Anhängerkupplung eingebaut hatte, war auch negativ. Sie konnten das Steuermodul kurzfristig auch nicht organisieren und hatten ebenfalls keien Zeit, das Fahrzeug überhaupt durchzuschauen.

Wir beschlossen dann eben nur tagsüber zu fahren und starteten gegen 13.30 Uhr in Richtung Frankreich. Erst ging es auf der schweizerischen Autobahn nach Genf, von dort Richtung Lyon und weiter nach Clermont Ferrand. In der App CamperContact suchten wir unterwegs eine Übernachtungsmöglichkeit aus und landeten um ca 21 Uhr auf einem Wohnmobilstellplatz am Lac d’Aydat in der Auvergne, nicht weit entfernt vom Puy de Dome. Nach einem schnellen Abendessen legten wir uns schlafen.

In der Nacht wurde es ziemlich kalt und am nächsten Morgen wachte ich auf mit einem leichten Schnupfen-  toll, passt genau in die Zeit mit Corona. Wir gingen morgens auf einem Rundweg zum Ufer des Sees – Sonnenschein – sehr idyllischer Ort. Dann ging es wieder Richtung Autobahn. Unser Navi führte uns über kleine Sträßchen durch Orte mit idyllischen Stadtkernen, vorbei z.B. an der Basilika Notre-Dame in Orcival.

85 km vor Auch, unserem nächsten Ziel, endete die Autobahn. Fahrerwechsel in einer kleinen Seitenstrasse – leider vergaß Karin die Handbremse anzuziehen. Als sie vom Sitz aufstand, rollte der Bus langsam auf die Strasse und direkt auf die Mauer der anderen Strassenseite zu. Bis ich es bemerkte und mich vom Beifahrersitz erheben konnte, verging zwar nicht viel Zeit, aber bis ich endlich die Handbremse ziehen konnte, stand der Bus nur noch 50 cm von der Mauer entfernt. Der Schreck sass uns tief in den Knochen. Wenn der Bus die Mauer gerammt hätte, wäre die Reise wohl beendet gewesen. So ging es weiter über die Landstrasse, die durch unzählige Alleen führte. In Auch kauften wir in einer Apotheke Corona-Selbsttests und checkten mich auf dem Parkplatz des Carrefour – aber nur ein Strich – also negativ. Ich hatte mich nicht infiziert, sondern nur einen Schnupfen. So konnten wir mit einem guten Gefühl einkaufen und unsere Freunde besuchen, die in der Nähe von Auch ein kleines Anwesen bewohnen. Abendessen – Aiguillettes des Canard mit Kartoffeln und Tomaten-Melonen-Salat – lecker. Lange Gespräche über gemeinsame Zeiten in Urlauben und unsere bisherigen Besuche.

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