23. Juli 2022 – Stadt Luxemburg

Wir liessen es gemütlich angehen, spät aufgestanden, gefrühstückt und dann nach einem Supermarkt gesucht. Wir fuhren leider erst in die falsche Richtung, entdeckten dabei aber einen Keramikladen, indem wir einige Sachen interessant fanden. Die Besitzerin sagte uns dann, wo der nächste Supermarkt war.

Danach ging es auf dem Radweg direkt wieder nach Luxemburg. Als wir in der Unterstadt ankamen sahen wir direkt die Überreste der Kasematten für die Luxemburg weltbekannt ist. Sie gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die ersten Kasematten entstanden 1644 zur Zeit der spanischen Fremdherrschaft. Der eigentliche Ausbau der insgesamt 23 km langen unterirdischen Galerien erfolgte 40 Jahre später durch den französischen Militäringenieur und Festungsbauer Vauban und im 18. Jahrhundert durch die Österreicher. Die Befestigungsgänge waren auf verschiedenen Ebenen angelegt und reichten bis 40 m Tiefe hinab. Angesichts dieser eindrucksvollen Festungswerke erhielt Luxemburg den Beinamen “Gibraltar des Nordens”. Nach der Schleifung 1867 blieben 17 km der Kasematten erhalten. Seit 1933 sind die Bock- und Petruss-Kasematten für Besichtigungen zugänglich, allerdings zur Zeit wegen Corona geschlossen. Im letzten Bild sieht man den Panoramaaufzug Pfaffenthal mit seiner Glaskabine, der Radfahrer und Fußgängern hilft, den Höhenunterschied von 71 m zwischen Ober- und Unterstadt einfach zu überwinden. Benutzung kostenlos. Am äußersten Ende gibt es einen Glasboden, den vielen Besucher nur vorsichtig betreten. 

Wir fuhren rechts der Alzette weiter und kamen an eine ehemalige Brauerei. Das Areal war zu einem Kneipenviertel umgewidmet worden. Angesichts der vielen Essmöglichkeiten übermannte uns der Hunger und wir aßen zusammen einen Pulled Pork Burger mit Süsskartoffel-Pommes im “Maybe not Bob’s”. Schmeckte lecker und war ausreichend für uns beide. Das Bier – ein Zombie – schmeckte nach Cider, gewöhnungsbedürftig aber auch lecker. In der Brauerei-Gaststätte “Big Beer Company” konnte ich ein paar Fotos schiessen – es hing eine Gondel aus Ischgl mit 2 Paar Skiern in der Mitte des Raums – was da abgeht, wenn die Kneipe voll ist, kann man sich locker vorstellen.

Nach dem Essen ging es den Berg hinauf zum Museum of Modern Art, das MUDAM. Beeindruckender Bau und teilweise gewöhnungsbedürftige Kunstobjekte, urteilt selbst.

Gleich nebenan die Philharmonie und andere stylische Hochhäuser.

Wir waren nun in der Oberstadt und brauchten nur noch über eine Brücke zu fahren, um ins Zentrum von Luxemburg zu gelangen. Von der Brücke aus hatte man auch eine super Aussicht auf die Unterstadt.

Bleibt noch zu erwähnen – die Adolphe-Brücke, sie wurde in den Jahren 1900 bis 1903 gebaut. Das Ausland verfolgte den Bau mit großem Interesse, da es sich bis dahin um die größte Steinbogenbrücke der Welt handelte. Der große Doppelbogen, mit einer Spannweite von 85 m, überquert das Petruss-Tal in einer Höhe von 42 m. Die Gesamtlänge der Brücke beträgt 153 m.

Wir schieben unsere Räder durch die stark belebte Altstadt, shoppen etwas, trinken Kaffee und noch ein Bier und Schweppes, den vielen Wespen zum Trotz. Dann ging es zurück – Radaufzug runter, an der UpDown-Bar (welche ein passender Name für einen Kneipe am Fusse des Aufzugs) vorbei und entlang der Alzette, deren Ufer durch die Wurzeln von Schwarz-Erlen, Eichen und Linden befestigt werden. Abends fand im Stadtpark nebenan schon wieder ein lautstarkes Konzert statt. Dieses Mal blieben wir auf dem Camping, konnten die Musik jedoch mehr als deutlich verfolgen.

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