24. – 25. Juni 2026 – Fahrt nach Dänemark
Angesichts der Temperaturen von über 40 °C fuhren wir nicht wie geplant nach Nordfrankreich, sondern beschlossen in das etwas kühlere Dänemark zu fahren. Wir fuhren gegen 13 Uhr in Steinen ab und übernachteten 700 km später in Seesen am Harz, in dem wir gerade zum Anpfiff des WM-Fussballspiels Schweiz – Kanada um 21 Uhr ankamen. Während der ganzen Fahrt waren die Aussentemperaturen 36 -37 °C. Dank Klimaanlage konnte man es im Bus gut aushalten.
Vor Frankfurt wechselten wir wegen angekündigter Staus die Autobahn, von der A67 auf die A5, fuhren durch Darmstadt Richtung Aschaffenburg, um dann die A66 und anschliessend die A45 weiterzufahren. Allerdings war die Durchfahrt durch Darmstadt wegen Baustelle und vielen Ampeln mindestens so zeitraubend wie die Staus auf der Autobahn, so dass wir letztlich kaum Zeit eingespart hatten.
Der WoMo-Stellplatz in Seesen war ein grosser ungeteerter Platz, auf dem bereits ein paar WoMOs standen. Es waren immer noch über 30 °C. Nach dem Spiel, das die Schweiz mit 2:1 gewann, war es kaum kühler im Auto. Ich schlief im Luftstrom des kleinen Ventilators mehr schlecht als recht ein und wachte um 2 Uhr auf. Da es jetzt doch etwas abgekühlt hatte, konnte ich den Ventilator abstellen und weiterschlafen. Karin schlief oben im Aufstelldach und erzählte morgens, dass sie noch einige Zeit mit dem Fächer wedeln musste.
Mitten in der Lüneburger Heide stand neben der Autobahn das Gebäude der SnowWorld Bispingen. Hier kann man 365 Tage pro Jahr Skifahren. Bei den momentanen Aussentemperaturen sicher ein interessantes Ziel. Nur ein schnelles Bild gelang aus dem Auto.

Am Morgen des 25. Juni waren bereits wieder 24 °C. Wir frühstückten und fuhren um 9:25 Uhr weiter Richtung Hamburg. Kurz vor Hamburg zweigten wir nach Lüneburg ab, um die Staus durch Hamburg zu vermeiden. Am Schiffshebewerk Scharnebeck machten wir Stop und hatten Glück, denn wenige Minuten nachdem wir ankamen, wurde ein grosser LNG-Tanker herabgelassen. Dieses Doppelhebewerk, beide Tröge des Schiffshebewerkes arbeiten unabhängig voneinander, überwindet einen Höhenunterschied von 38 m. Es dauerte nur etwa 2 Minuten bis das riesige Schiff, samt dem Wasser in dem es schwamm, den Höhenunterschied überwunden hatte.
Auf dem 2. Bild sieh man den Trog, in dem das Schiff schwimmt, von unten. Der Trog senkt sich dann langsam ab, man sieht kurz nur das Endstück des Trogs, dann schwebt das Schiff an einem vorbei. Wenn es ganz unten ist, öffnet sich das Tor und das Schiff kann ausfahren.









Weiter ging es bei Lauenburg über die Elbe, dabei überquerte man die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Unterwegs buchten wir die Fähre Puttgarden – Rødby für 17:15 Uhr. Viele Baustellen auf der Strecke. Wir überquerten die Fehmarnsund-Brücke und kamen bereits kurz nach 16 Uhr am Hafen an, konnten eine Fähre früher nehmen, so dass wir bereits um 17 Uhr in Dänemark ankamen. Im Hafen in Puttgarden konnte man viele Quallen im Wasser erkennen. Das Beladen der Fähre ging über eine Rampe. Man fuhr einfach rein und nach der Ankunft wieder vorwärts raus.







Die Überfahrt dauerte 45 Minuten. Während der Fahrt konnte man auf der Fähre Essen oder Einkaufen.








Wir fuhren dann direkt zum Albuen Strand Camping (ca 40 km vom Hafen in Rødby). Karin hatte eine Route ausgewählt, die überwiegend durch eine landwirtschaftliche Gegend führte, riesige Gehöfte, ein Rebhuhn spazierte auf der Strasse, Getreidefelder in denen der Schatten der Bäume ein grünes Muster einbelichtet hatte. Der Camping riesig gross, aber weitgehend leer. Die Rezeption ist nur wenige Stunden morgens geöffnet. Wir kochten Spaghetti und machten nach dem Abendessen einen Spaziergang zum 200 m entfernten Strand. Auf dem niedrigen Deich sah man den Fahrradweg, der nach Nakskov (19 km) führt.








Abends schauten wir das Fussballspiel Deutschland – Ecuador (1:2) auf Karins iPad an. Gegen 23 Uhr wurde es so kühl, dass ich meine Jacke anziehen musste. Angenehm kühle Bedingungen zum Schlafen und die Schnaken, die in der Beschreibung des Campings erwähnt wurden, waren zwar da aber recht harmlos.



