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27. Februar 2025 – Monfragüe & Cáceres

Wie am Vortag entschieden, fuhren wir direkt zum Parkplatz unterhalb des Castello de Monfragüe. Gestern waren wir auf diesem Hügel.

Am Geierfelsen war wieder ziemlich was los, aber wir hielten dieses Mal nicht an. Stattdessen machten wir noch Fotos von dem Aussichtsplatz, den wir gestern bestiegen hatten. Anstatt mit dem Fahrrad zum Kastell hochzufahren, gingen wir zu Fuss den Berg hinauf (etwa 350 m Höhenunterschied auf 1,2 km Strecke). Kurz bevor wir am Turm ankamen, hörten wir in den Felsen über uns gurrende Laute, die bei näherem hinsehen von zwei Geiern kamen, die in der Felswand turtelten und mit Nestbau beschäftigt waren. Sie liessen sich von uns nicht stören und nach einigen Minuten gingen wir weiter.

Ein Kleinbus überholte uns und parkte unterhalb der Stufen, die bis zum Aussichtsturm führten. Tja, wir hätten auch mit diesem Bus rauf und runter fahren können, aber jetzt war es schon zu spät. Oben angekommen, hiess es erstmal verschnaufen, es liess sich sowieso kein Geier blicken, aber die Aussicht war echt toll. Es gab eine kleine Plattform mit Blick auf den Geierfelsen und den noch etwas höheren Turm. Mit dem Fernglas konnte ich viele Geier in grosser Entfernung sehen, die in ständigen Kreisen über den Felsen und dann plötzlich übers Land zogen, aber keinen Einzigen, der mal landete. Immer wieder jedoch kam unser vorher beobachtetes Paar mit Nistmaterial in den Klauen angerauscht und landete unter uns in den Felsen. Es war fast unmöglich, sie zu fotografieren oder zu filmen, weil sie so schnell auftauchten.

Achim nutzte die Gelegenheit, seine Fotos hochzuladen, da er genau unter einem Umsetzer sass.

Immer wieder kamen Leute herauf geschnauft und versuchten, ein tolles Foto zu schiessen. Wir wechselten öfters unsere Position und genossen die Sonne und die Wärme. Ein ganze Weile sassen wir auf einem Felsen oberhalb des Nests.

Dann gings wieder hinab zum Bus, kleiner Obstimbiss und weiter nach Cáceres auf den dortigen kommunalen Campingplatz. Der Platz kostete mit Ermässigung durch unsere ACSI-Karte nur 21 € / Nacht. Wir bekamen einen Platz zugewiesen und waren sehr erstaunt, als wir dort ankamen. Jeder hat hier ein kleines privates „Badehäuschen“ mit Toilette, Waschbecken und Dusche. Alle Türen sind abschliessbar und bemalt. Sowas hatten wir noch nie.

Achim war ziemlich durch vom wandern und fahren. Da hab ich ihn kurzerhand zum Blog schreiben verbannt und ich hab gekocht. Zum Kaffee gab es dann das obligatorische Topword Spielchen, leider musste ich ihn da gnadenlos abziehen😎🤣

Stricken, schreiben, Bilder bearbeiten, planen, wie es weiter gehen soll und einfach mal ein wenig relaxen, das ist doch auch mal schön ! Schließlich sind wir doch im Urlaub, oder? 

Als ich im Internet nach Geiern suchte, fand ich, dass die spanischen Geier die Grenze nach Portugal kaum überschreiten. Der Grund ist, dass Portugal den Landbesitzern vorschreibt, die Kadaver zu verbrennen. In Portugal herrscht Angst, dass durch die Kadaver Krankheiten übertragen werden könnten.

 

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