2021DeutschlandEuropa

26. – 28. Juni 2021 – Eifel und Heimfahrt

Schon morgens um 6 Uhr hörte man Motorräder durch die Eifel rasen. Den Tieren, ringsum war ja der Nationalpark Eifel, müssen den ganzen Tag die Ohren abfallen und die Anwohner dieses Gebiets taten uns wirklich leid. Von Stellplatz fuhren wir morgens mit dem Fahrrad steil bergauf zur Urfttalsperre, die die Urft vom Obersee der Rur trennt. Weiter ging es entlang der Urft nach Gemünd und von dort auf der viel befahrenen Landstrasse wieder zurück nach Heimbach. Die Burgruine Heimbach bot Gelegenheit zu einem kalten Getränk, bevor es zurück zum Stellplatz an der Bahnlinie ging. Wir reservierten noch einen Tisch in einem Restaurant mit griechischer Küche, das unweit von unserem Stellplatz lag. Die Küche des Restaurants war heillos überlastet, denn jeder Tisch war voll besetzt, da viele Menschen wieder mal Essen gehen wollten nach all den Corona-Einschränkungen.

Wegen des Lärms beschlossen wir nicht länger zu bleiben, sondern am Morgen in die Vulkaneifel weiter zu fahren. Wir landeten schließlich am Pulvermaar bei Gillenfeld auf dem Stellplatz, der einem Camping angegliedert war. Ein Glückstreffer, denn am Maar wurde es abends sehr ruhig. Die meisten Wohnmobile verliessen im Lauf des Nachmittags die Wiese. Am Abend stand nur noch ein kleiner Bus aus Freiburg neben uns.

Pulvermaar

Wir unternahmen noch einen Fahrradrundfahrt um das Maar herum. Abends badeten wir im Maar – bis auf ein weiteres Pärchen war niemand im Wasser. Herrliches Wasser – bestens zum im Bereich des Campings erlaubten, Baden geeignet. Abends schauten wir in der Campingplatz-Kneipe ein Spiel der EM 2021 an. Aber nur bis kurz nach der Halbzeit. Wir waren die einzigen Gäste und der Wirt musste am Morgen früh aufstehen. Also verabschiedeten wir uns, damit die Kneipe schliessen konnte. Direkt dem Maar angegliedert gab es ein Freibad. Während der Halbzeitpause erzählte uns der Platzwart, dass das Wasser des Freibads jeden Tag durch frisches Wasser aus dem Maar ersetzt wird, das in 12 Meter Tiefe entnommen wird. Da das Maar ein Naturschutzgebiet ist, darf dem Badewasser kein Desinfektionsmitel zugesetzt werden. Aus diesem Grund ist das Wasser des Freibad jeden Morgen nur etwa 15 Grad warm. Er erzählte auch von WoMo-Fahreren, die trotz Verbot ihre Grauwassertanks auf der Wiese ablassen, obwohl Strafen bis zu 5000 € drohen und von Reinigungsaktionen, bei den Taucher Unmengen Müll aus dem 72 m tiefen Maar entsorgen, die unvernünftige Besucher hinterliessen.

Es war wieder eine Wetteränderung angekündigt und so beschlossen wir am nächsten Tag nach Hause zu fahren. Morgens fuhren wir noch mehrere Maare an – Ulmener Maar, Schalkenmehrener Maar, Weinfelder Maar – und stellten fest, dass wir am schönsten Maar genächtigt hatten.

Weinfelder Maar

Wir besichtigten noch den Kaltwasser-Geysir Wallender Born, schlicht Brubbel genannt. Er war jedoch eher ein Geysirchen, das kaum 1,50 m hoch war. Für die Besichtigung musste man immerhin 1,50 € pro Person bezahlen.

Dann ging es auf die Autobahn und über Pirmasens und Karlsruhe zurück nach Steinen. Leider konnten wir wegen Corona nicht nach Frankreich einreisen und mussten daher die etwas längere Strecke über Karlsruhe nehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..