2014Bali 2014Indonesien

3. September 2014 – Fahrt nach Sanur

Die letzten Tage auf Bali wollen wir gerne noch am Meer verbringen. Die Entscheidung zwischen Seminyak im Westen und Sanur im Osten von Bali fällt schwer, aber letztlich bietet Sanur für unsere Interessen etwas mehr und wir suchen in Booking.com nach einer geeigneten Unterkunft. Die Angebote klingen erst mal alle sehr gut, liest man aber die Kommentare früherer Gäste kommen einem schnell Bedenken wenn von Schimmel an der Decke und im Bad, Baulärm den ganzen Tag usw. gewarnt wird. Wir liessen uns so verunsichern, dass wir zum ersten Mal nur für eine Nacht gebucht haben, um notfalls was anderes suchen zu können. Mal sehen, was uns erwartet.
Na das war mal ne nacht im One Homestay! Tipp, Superior Zimmer buchen, am besten ist Zimmer 4. Ich hab im vlies geschlafen…was heisst, dass es recht kühl war. Na ja, nicht so wie in deutschland, aber im vergleich zu vorgestern kühlschranktemperatur. Und wach waren wir dann auch gleich, weil es nur eine kalte dusche gab, aber wenn man erst mal drunter ist, ist es ok. Dann das Frühstück…….so eins hatten wir noch nie während der ganzen vier wochen hier auf bali. Unser homestay hat eine terrasse, von der aus man einen wahnsinnigen blick über das gesamte tal und die gegenüberliegenden berge hat. Gestern abend im Sonnenuntergang ….

Und heute morgen beim Frühstück …

Da sassen wir also und bewunderten die landschaft und plötzlich wurde unter uns ein gockel gehisst. Wirklich wahr, an einer bambusstange wurde ein roter käfig samt gockel in luftige höhen gezogen und von dort aus verkündete er mit stolzer gockelstimme, dass er der grösste sei. Stimmt ja auch…naja, genauer gesagt der höchste.

Wir rätselten erstmal, ob das ein ganz spezieller balinesischer brauch sein könnte, da die nationalflagge ja weiss und rot ist, aber der gockel war nicht weiss.? also hat achim den netten besitzer gefragt und der klärte uns erstmal auf: dieser gockel ist ein millionenrupieschwerer zuchtgockel – die balinesen nennen ihn Ayam Bekisar, entstanden aus einer liebschaft zwischen einem schwarzen wildhuhn, das es hier noch im dschungel gibt und einem weissen haushuhn. Er ist auch ein kleiner popstar oder opernsänger, je nachdem wie seine stimme klingt. Dadurch bemisst sich auch sein wert und natürlich an seinem federkleid. Je weisser, desto teurer. Die normalen hühner gönnen ihm scheins seinen erfolg nicht und deshalb muss er durch diese verbannung vor ihnen in sicherheit gebracht werden. Nachts kommt er in einen extra käfig ins haus. Also wenn ihr mich fragt, ich glaube, ich würde ein unpopuläres leben vorziehen, wenn ich dann auch im kochtopf lande. Besser noch, man wird garnicht als huhn wiedergeboren, sondern als katze lucy bei mir zu hause! 
Unser homestay besitzer hat uns auch noch erzählt, dass er von der rangliste von platz 1 auf platz 2 und jetzt auf platz 3 gerutscht ist, und das nicht etwa weil seine zimmer oder sein service schlechter geworden sind, sondern weil er eine gruppe niederländer zu gast hatte, die über eine agentur gebucht hatten. Die agentur hat natürlich einen ganz anderen preis von den touris abgesahnt, mindestens das doppelte von seinem normalen preis und dann war die erwartung an die unterkunft natürlich eine völlig andere. Er hat sechs zimmer, zwei davon sind standard rooms, die viel kleiner als unseres sind und auch nicht so neu. Klar war unseres verglichen mit dem bungalow in ubud auch basic, aber es war super sauber und ordentlich, roch nur zu beginn etwas modrig, weil sie beim putzen ein raumspray verwenden, das für europäische nasen ziemlich nach moder riecht. Übrigens kassiert booking.com 12% des Zimmerpreises für die Vermittlung.
Dann hiess es mal wieder packen ( dauerte keine 5 minuten) und los ging es Richtung Sanur (104 km). Die Strasse schlängelte sich bergauf und bergab. Immer mal wieder tauchten wir ein in Schwaden von Gewürznelkenduft, und an beiden Seiten der Strasse gab es Reisterrassen, eine schöner als die andere. (Die Farben stimmen übrigens, ich habe lediglich den Kontrast etwas verstärkt).
10 km vor Tabanan standen wir plötzlich im Stau und mussten über eine Stunde Schritttempo fahren.
Die Nerven aller Fahrer lagen blank und selbst Busse versuchten an der Warteschlange vorbeizukommen, um ein paar Minuten zu sparen. Karin nutzte die Zeit, um allerlei Aufnahmen vom Strassenrandleben zu machen. 
Worüber sich die jungs wohl unterhalten????? Und welche geschäfte da so laufen?

Ein schneider bei der arbeit, ein koch, der seine arbeiter pünktlich um 12 uhr per glocke zum mittagessen ruft, mopedtransport ohne helm und jede menge opfergabenschälchen und schmuckteile für alle festivitäten, kunstvoll gefaltet.
Der Stau löste sich auf, als wir einen LKW passierten, der in einer Kurve seine gesamte Ladung verloren hatte – alles kleine Getränkeflaschen aus Plastik. Noch ein Mal quer durch Denpasar und schon waren wir am Hotel. Ein Mal mehr ein Dank an unser Navi, das uns super geleitet hat. Das Zimmer im Swatsika Bungalows ist etwas überdimensioniert, nicht der neuste Standard, aber für 2 Nächte soweit ok. Wir hatten keine Lust noch rumzusuchen und verlängerten um 1 Tag. Gegen ein Gebühr von 20 Dollar können wir den Raum morgen bis 18 Uhr nutzen, um 21.45 Uhr geht unser Flug nach Singapore. Passt also.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..