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05. Juli 2026 – Cold Hawaii

Inzwischen haben wir auch begriffen, dass wir an einem Küstenteil sind, den eine Surf-Legende „Cold Hawaii“ nannte. Es ist ein Surferparadies an der Küste Thys zwischen Agger im Süden und Hanstholm im Norden, wo sich nicht weniger als 31 gute Surfspots befinden. Cold Hawaii bekam seinen Namen aufgrund des hervorragenden Windaufkommens von Westen. Das Surferparadies Klitmøller, das gleich um die Ecke liegt, ist seit den 1990er Jahren Austragungsort der dänischen Meisterschaften im Windsurfen. Auch die Europameisterschaften fanden hier schon mehrmals statt,

Die ganze Nacht zerrten Sturmböen an unserem Aufklappdach, aber es regnete nie. Karin kam um 7 Uhr runter und meinte, dass sie kaum ein Auge zugetan hätte. Wir schlossen das Dach und legten uns noch 2 Stunden aufs Ohr. Als wir um 9 Uhr aus dem Fenster schauten, war blauer Himmel und die meisten Wohnmobile um uns herum waren abgefahren. Wir liessen uns Zeit mit dem Frühstück im Bus, denn um uns herum wütete starker Wind und es hatte nur 16 – 17 °C. Kurz vor der Abfahrt stiegen wir nochmals auf die Düne und staunten über die Wellen, die ständig auf das Land zurollten. Nur ein einziger Kite-Surfer traute sich bei diesen Bedingungen ins Wasser und die Zahl der Wellensurfer konnte man an einer Hand abzählen.

Ich habe noch gar nicht erwähnt, dass wir im Nationalpark Thy unterwegs sind. Wir fuhren an der Küste entlang nach Hanstholm, vorbei an einer Mondlandschaft, die hier Dünenplantage heisst, konnten aber kaum Vögel beobachten. Wir wollten zur Aussichtsplattform bei Sårup, von der man einen guten Blick auf das Wildreservat Hanstholm hat. Es ist sogar ein Fernglas aufgestellt, das man benutzen kann. Aber leider zeigte sich wieder kein einziges Tier. Nur eine kleine Herde Kühe grast auf dem Areal. Dabei hätten wir gerne die abgebildeten Kraniche gesehen.

Dann fuhren wir 40 km weiter Richtung Süden nach Morup Mølle. Die beiden Vogelbeobachtungstürme lagen schön an einem kleinen Fluss, aber wieder keine Vögel zu sehen. Hinter Agger führte eine 10 km lange Strasse über eine Landzunge. Am Ende lag der Anleger für die Fähre nach Thyborøn.

Und so sieht die Strasse aus, wenn man sie Richtung Süden fährt.

Die folgenden Fotos wurden im Krik Vig, so heisst die Bucht hinter der Landzunge, aufgenommen. In dieser. Bucht gab es 2 kleine Inseln. Auf einer dieser Inseln lagen ein paar Robben und die Andere war Brutstätte von Seeschwalben.

Wir übernachten auf dem Wohnmobilstellplatz Struer Havn. Hier ist alles vollautomatisiert. Man scannt den QR Code am Stellplatz und wird auf eine Webseite geleitet auf der man online bezahlt – keine andere Möglichkeit. Optionen wie Dusche oder Strom werden pauschal berechnet, je nach Verbrauch. Eine Dusche kostet z.B. 10 DKK. Der Stellplatz kostet 150 DKK (20 €) + MWST. Dusche und Toiletten sind etwas schwierig zu finden, denn sie befinden sich hinter dem Segelclub-Haus. 

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