13. September 2021 – La Coruña

Vom Strand in Valdoviño,, an dem schon Weltermeisterschaften im Surfen stattfanden, ging es nach A Coruña – weitgehend Autobahn. Gegen 14 Uhr trafen wir auf dem Parkplatz vor dem Aquarium ein und hatten Glück einen Stellplatz zu finden. Micha war kurz zuvor eingetroffen und so konnten wir sofort die Fahrräder startklar machen und in die Stadt reinfahren. Prima Radweg zur etwa 1 km entfernten Altstadt.

Stadtbild von La Coruña

Wir fuhren etwas ziellos durch die Gässchen, entschieden uns aber angesichts der vielen kleinen Tavernen doch für ein Mittagessen in einem der Restaurants. Karin bestellt mit Käse gefüllte Empanadas und einen Salat, Micha nahm das Menu mit Kartoffelsalat als Vorspeise und Hühnchen als Hauptgericht. Ich selbst bestellte das Menu mit Caldo Gallego, Merluza a la romana (Seehecht auf Pommes) und einer Torte als Nachspeise (Selva negra – ein Stück Schokoladentorte). Dazu bestellte ich einen Weißwein, der zu unserer Überraschung als ganze Flasche serviert wurde. Großes Gelächter am Tisch, den die Vorstellung, dass ich eine ganze Flasche Wein zum Mittagessen trinke und anschliessend noch eine Stadtrundfahrt auf dem Rad unternehme, war doch seltsam. Wir bestellten also noch 2 Gläser und siehe da, am Ende des Essens war die Flasche leer. Der Wein war ziemlich spritzig – ein Jungwein (vino joven) – passte sehr gut zu dem Essen.

Und wir konnten uns alle noch auf dem Rad halten. Erst fuhren wir durch die Altstadt, kauften bei Don Croissant 6 leckere verschieden gefüllte Croissants.

Dann machten wir uns auf den Weg zum Opernplatz, der weit ausserhalb der Altstadt lag. An einem Park fiel uns eine Bilderausstellung auf, die wir uns dann ansahen. Gezeigt wurden Personen, die durch Pestizide zu Krüppeln wurden. Ein paar Meter weiter wurde Spaniens Desinteresse an seinem ehemaligen Protektorat Westsahara angeprangert. Marokko hatte ein lange Mauer in der Sahara gebaut, um sich gegen die Polisario aus Westsahara zu schützen.Der Weg zum Opernplatz führte uns durch den neueren Teil der Stadt. Als wir ankamen, war der Platz nichts besonderes und wir fuhren zurück zu unseren Autos. Unterwegs regnete es ein paar Minuten, so dass wir uns unterstellen mussten. Wir suchten tatsächlich das Aquarium, obwohl wir ja auf dem Parkplatz direkt davor standen. Aber der Betonbau sah nicht danach aus, als ob in ihm ein Aquarium untergebracht wäre. Karin und ich fuhren mit dem Rad Richtung Torre de Hercule, der hinter unserem Parkplatz aufragte. Dieser Leuchtturm aus dem 2. Jahrhundert wurde von den Römern erbaut und ist als UNESCO Weltkulturerbe eingestuft. Er ist weltweit der älteste, noch in Betrieb befindliche Leuchtturm.

Aber nirgends ein Aquarium zu finden. Auf dem Rückweg sahen wir dann den Schriftzug auf dem Betonbau neben unserem Parkplatz. Am Eingang mussten wir erst Tickets via Internet buchen, dann liess man uns für 4 Euro pro Person ein. Im Eingangsbereich waren sehr schöne Naturfotos aufgehängt. Neben dem Nautilus Raum (Fotos unten) waren insbesondere Aquarien mit Sepien-, Katzenhai- und Seenadelkindern außergewöhnlich. Alle Beschreibungen waren leider auf spanisch, so dass wir uns weitgehend aufs Anschauen beschränken mussten. Die Aussenbecken mit Robben waren ziemlich grausam.

Nach dem Aquarium fuhren wir nochmals in die Altstadt, um mal die Stadt zu sehen, wenn die Geschäfte geöffnet sind. Viele Fussgänger und unzählige Kneipen, die alle gefüllt waren. Wir kamen uns ziemlich deplaziert vor und beschlossen noch etwas in der Markthalle einzukaufen. Sie war leider geschlossen, aber im Untergeschoss gab es einen Supermarkt. Als wir rauskamen war der Himmel schwarzgelb und wir beeilten uns zum Auto zurück zu kommen. Micha parkte inzwischen direkt neben uns. Kaum da fing der Regen an, endete aber schnell. Beim Abendessen in unserem Bus konnten wir bereits wieder einen schönen Sonnenuntergang geniessen. In der Nacht regnete es dauernd.

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