22. September 2020 – Schleswig & Kiel

Wir müssen, zumindest für unsere momentane Verhältnisse, früh aufstehen, da wir den Camping bis 11 Uhr verlassen haben müssen. Wir schaffen es schon um kurz nach 10 Uhr rauszufahren. Eigentlich wollten wir direkt nach Kiel fahren. Als wir allerdings an einer Abzweigung das Schild nach Schleswig sahen, fiel uns ein, dass es dort ja das Wikingermuseeum gibt. Also Plan geändert und nach Schleswig gefahren. Kurz vor Schleswig geht es ab zum Wikingerdorf Haithabu. Wir gehen zu den Nachbauten der Häuser über einen Damm, der zum Schutz der Stadt angelegt wurde. Die Strecke zieht sich und man geht vom Parkplatz aus etwa eine 3/4 Stunde bis man zum Eingang kommt. Die Nachbauten wurde so orginalgetreu wie möglich gebaut, Wikinger – sie lebten zwischen 800 – 1100 n.C. in dieser Stadt – kannten noch keine Säge, so dass das Holz mit Hacken bearbeitet wurde. Die Stadt war sehr schön gelegen am Haddebyer Noor. Die einzelnen Häuser beleuchten die verschiedenen Tätigkeit, die während dieser Zeit eine wichtige Rolle gespielt haben.

Leider ist in der Nähe ein Militärflughafen und alle paar Minuten kam ein Flieger im Tiefflug vorbei, um zu landen.

Dann ging es den ganzen Weg zurück bis zum eigentlichen Museem. Man wird informiert, wie die Wikinger gelebt haben, Glasperlen und Schmuck hergestellt haben und wie ihre Verhältnis zu ihren Göttern war. Weil man im Museeum ständig eine Maske tragen muss, bleiben die meisten Leute nicht lange stehen und lesen die Erklärungen nur flüchtig. Uns geht es genauso. Nach etwa einer Stunde haben wir genug und gehen in das angeschlossene Café.

Da der Parkplatz des Museums nur 4,5 km von Schleswigs Innenstadt entfernt ist, packen wir unsere Fahrräder aus und fahren am Ufer der Schlei entlang ins Stadtzentrum. Die Altstadt ist zwar malerisch, aber nur wenige Leute sind um diese Zeit unterwegs. Sieht schon etwas verlassen aus. Die Fussgängerzone, die wir dann durchgehen, weil Fahrradfahren nicht erlaubt ist, hat auch keinen besonderen Reiz zu bieten. Daher verweilen wir nicht lange und fahren zum Bus zurück.

Von Schleswig fahren wir nach Kiel, stellen den Bus an einem Parkplatz ab, schnappen unsere Räder und beginnen unsere Tour durch die Fussgängerzone, die Altstadt und die Hafenquais. Während die beiden Erstgenannten keine weiteren Worte benötigen, herrscht an den Quais quirrliges Leben. Es gibt einen kleine Strand und wenige Mutige wagen sich sogar ins Hafenwasser. Wir essen unser obligatorisches Fischbrötchen – dieses Mal geräuchertes Makrelenfilet – schauen eine Weile auf die Förde und fahren dann zurück zum Auto. Weiter geht es nach Laboe. In der Nähe des Dorfs gibt es Campingplätze. Am ersten Camping werden wir abgewiesen – sie nehmen wegen Corona nur Camper auf, wenn man mindestens 5 Tage bleibt. Zum Glück ist es am benachbarten Camping anders – wir bekommen sofort einen schönen Platz in der 2. Reihe, nahe der Steilküste. Schon um 18 Uhr sitzen die Leute aus der ersten Reihe auf einem Rasenstreifen und blicken aufs Meer. Wir gesellen uns mit einem Campari dazu und geniessen den Blick auf die Förde während des Sonnenuntergangs. Im Wasser, das hier nur knietief ist, paddeln SUPs herum, eine Frau macht Kopfstände auf ihrem SUP und fällt natürlich auch ins Wasser. Es scheint nicht besonders kalt zu sein, denn die Beiden tummeln sich da schon fast eine Stunde. 

 

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