03. September 2022 – Modena und Fahrt ans Meer

WIr waren noch nie in Modena. Daher nutzten wir die Chance mit dem Fahrrad in die nur 6 km entfernte Altstadt zu fahren. Die Radwege waren, wie sehr vieles in Italien, reparaturbedürftig, aber es gab immerhin Radwege. Koomot leitete uns wie immer durch die Stadt und wir kamen direkt an der Via Emilia, der Einkaufsmeile von Modena an. Überraschenerweise waren relativ wenige Menschen unterwegs und viele Leute trugen noch FFP2-Masken. Die, im Vergleich zu Deutschland, sehr heftige Corona-Krise hat ihre Spuren hinterlassen. Selbst im Freien tragen viele ältere Menschen noch Maske. WIe immer liessen wir uns durch die Stadt treiben. Erst kamen wir an einen Markt auf dem allerlei Pflanzen verkauft wurden – Mooskugeln mit Sukkulenten, fleischfressende Kannenpflanzen und Venusfliegenfallen. Nebenan vergnügten sich Kinder auf einem Karussell. Am zentralen Platz kauften wir in dem ehrwürdigen Laden von Guiseppe Giusti Balsamico de Modena, den wir natürlich vorher verkosten durften. Die Verkäuferin sprach ziemlich gut deutsch. Viele kleinere Geschäfte schienen endgültig geschlossen (auch wegen Corona ?).

Schliesslich fanden wir die Markthalle, warteten 15 Kunden lang an einem kleinen Käsestand und erstanden 30 Jahre alten Parmigiano, geräucherten Scamorza-Käse und Crema de Parmigiano. Das Restaurant am Markt hatte zwar Nudeln mit Crema de Parmigiano auf der Speisekarte, brauchte aber noch etwa eine Stunde bis die Küche bereit war. Daher suchten und fanden wir ein anderes Restaurant. Dort durfte man das Essen aus vorgekochten Platten aussuchen, es wurde nochmals erhitzt und dann am Tisch serviert. Zusammen mit einem Gläschen Weisswein hat das Essen sehr gut geschmeckt. Karin aß mit Spinat und Ricotta gefüllte Ravioli und gebratene Aubergine, ich hatte Hühnchen in Balsamicosauce mit Rosmarinkartoffeln ausgesucht. Satt machten wir uns auf den Rückweg zum Bus, erledigten die notwendigen Arbeiten vor der Abfahrt und fuhren gegen 14 Uhr weiter Richtung Ancona.

In CamperContact hatten wir einen Camping in Cologna Spiaggia ausgesucht, den wir nach kurzer Suche fanden und der mehrere freie Plätze hatte. Ohne langes Suchen, der Camping bestand nur aus 2 Reihen – rechts und links standen nur WoMos mit italienischen Kennzeichen, nahmen wir einen der Plätze. 2 Tage zuvor hatte hier ein Sturm gewütet, in einigen Campings sahen wir noch grosse Wasserlachen. Die Besitzer des Campings waren sehr nett. In den vorderen Reihen fanden sich festinstallierte Wohnmobile und Wohnwägen, die teils unter einem Sonnenzelt standen. Ob das bei grosser Hitze gut oder schlecht ist, können wir nicht beurteilen. An der Strandbar gab es für uns erst mal einen Campari Soda. Ein paar Fussballbegeisterte schauten dort das Spiel Inter Mailand gegen AC Mailand auf einem kleinen Laptop an. Bei jedem Anlass des Spiels stöhnten, jubelten, kommentierten, diskutierten sie. Das Strändchen begeisterte uns nicht so, daher beschlossen wir am nächsten Tag weiterzufahren.

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