8. – 9. September 2021 – Senda del Oso bis Luarca

Nach dem Frühstück, also so gegen 11 Uhr, starteten wir zur Fahrt entlang des Senda del Oso. Wie schon erwähnt, mussten wir den Weg erst bergab fahren und anschliessend den Rückweg bergauf zurück zum Auto machen. Die Fahrt ging also ohne jegliche Anstrengung teilweise über asphaltierte Stücke, dann wieder über Schotter. Ab und zu passierten wir Tunnel, denn die ganze Strecke diente früher als Eisenbahnstrecke.  Schon nach etwa 2 Kilometer kamen wir zu einem Unfall. Eine Radfahrerin, die wir bei ihrem Start beobachtet hatten und die wohl zum ersten Mal auf einem Fahrrad saß, war gestürzt. Die Sanitäter waren schon da und stabilisierten ihren Hals, bevor sie die Frau auf eine mitgebrachten Trage legen konnten. Die Frau hatte noch Glück im Unglück, denn an der Stelle konnte man sie einfach zur Strasse transportieren. Auf vielen Teilstücken hätte man sie zum Teil kilometerweise transportieren müssen, um an die Strasse zu gelangen.

EIn paar Kilometer weiter kamen wir zu einem Fischaufzug. Den Aufzug und seine Funktionsweise haben wir auf 2 Bildern dokumentiert. Der Fluss wird von Lachsen als Laichgebiet genutzt und daher müssen diese Fische irgendwie hoch ins Laichgebiet kommen. Die Fische schwimmen unten in einen Behälter hinein und werden dann mehrfach täglich hochgezogen. Der Behälter wird über das Rohr entleert und die Fische haben das Hindernis überwunden – schlau gemacht.

Wir fuhren 15 km bergab bis zum Dorf Proaza. Da das Wetter schlechter wurde, drehten wir dort um und brausten mit elektrischer Unterstützung wieder bergauf. 2 km vor dem Parkplatz waren Bergsteiger zugange, die glatten Felswände hochzuklettern – natürlich mit Sicherung, aber es sah recht schwierig aus, da kaum etwas zum Festhalten sichtbar war. Auf dem letzten Bild sieht man am unteren Bildrand Karin und Micha stehen – dann werden die Höhenverhältnisse klar.

Gegen 14 Uhr verliesen wir den Parkplatz und fuhren die AS-265 durch den Somiedo-Nationalpark in der Hoffnung vielleicht einen Bären zu sehen. Im Somiedo leben etwa 200 Braunbären, aber wir hatten kein Glück. Die Strecke führte steil bergauf – man konnte nur im 2. Gang fahren – und dann wieder steil bergab. Am Ende der Abfahrt wollte ich kurz anhalten, aber die Bremsen an allen 4 Rädern qualmten und die Handbremse hielt überhaupt nicht mehr. Damit sich die Bremsen wieder abkühlen konnten, fuhren wir sofort weiter und verzichteten möglichst auf das Betätigen der Bremsen. Da hatten wir eigentlich sogar noch Glück, dass die Bremsen nicht ganz versagt haben. Wir fuhren direkt nach Luarca, fanden jedoch keinen geeigneten Stellplatz für die Nacht. Über die App erfuhren wir von einem Stellpatz am Leuchtturm “Faro Cabo Busto”, der etwa 15 km entfernt war. Also fuhren wir direkt hin und fanden einen Platz mit herrlicher Aussicht vor. Nur Hunderte von Stubenfliegen störten die Idylle und nötigten uns den Bus mit der Fliegenklatsche von der Invasion freizuschaufeln.

Am 9. September fuhren wir nochmals nach Luarca, denn der Reiseführer beschrieb ein Museum, in dem man bis zu 20 m grosse Riesenkraken besichtigen könnte, die von Fischern in der Gegend aus grosser Tiefe hochgeholt worden waren. Es stellte sich heraus, dass das Museum seit Jahren geschlossen ist, da es durch einem Sturm verwüstet worden war. So blieb nach etwas Einkaufen und einem Kaffee nur die Weiterfahrt an die Strände, die es westlich der 60 km entfernten Stadt Ribadeo gibt.

Wir quartierten uns auf dem Camping Gaivota in Barreiros ein. Kaum angekommen, fing es an in Strömen zu regnen und es regnete fast ununterbrochen 2 Stunden lang. Rund um unsere Busse bildeten sich Wasserlachen und selbst unsere auf dem Boden ausgebreitet Matte wurde zum Wassertreten. Wir zogen uns daher in den Bus zurück, schrieben diesen Blog und warteten auf bessere Zeiten. Gegen 19 Uhr war es soweit, der Regen lies nach und wir konnten einen kurzen Spaziergang in der Sonne machen und die Sandstrände bewundern, die vor dem Camping liegen. Dann im Camping-Restaurant einen Sidra trinken und kostenlose Tickets für die Playa de las Catedrales im Internet buchen. Dunkle Wolken zogen wieder auf, die jedoch nur wenig Regen brachten. Anschliessend konnten wir wieder gemütlich zwischen den Bussen sitzen. 23.30 Uhr – Zeit zum Schlafen gehen.

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